
Vorab hatte der Trainer noch versucht, Zuversicht zu verbreiten. Was soll man auch sonst machen, wenn man als Aufsteiger in der Fußball-Bundesliga der Frauen den amtierenden Meister empfängt. Also sagte Thomas Oostendorp über seine Fußballerinnen des 1. FC Nürnberg vor dem Spiel gegen den FC Bayern München: „Die Defensivleistung aus der zweiten Halbzeit gegen Köln wollen wir ins Derby mitnehmen – dann ist für uns etwas drin.“
Die Defensivleistung aus der zweiten Halbzeit gegen Köln hatte darin bestanden, dass einem 0:3-Rückstand zur Pause nicht noch mehr Tore gefolgt waren. Gegen die Münchnerinnen gelang das nicht, nach 90 Minuten vor 7301 Zuschauerinnen im Max-Morlock-Stadion waren auf einen 0:3-Pausenrückstand noch drei weitere Gegentreffer gefolgt.
Der 1. FC Nürnberg kommt besser ins Spiel
Begonnen hatte die Partie so, wie man es erwarten musste. Der Club wartete mit einer defensiven Fünferreihe erst einmal ab, die Gästinnen übernahmen die Kontrolle. Und sie führten nach 9 Minuten, als Linda Dallmann den Ball mit der zweiten Münchner Gelegenheit über die Linie streichelte. Sechs Minuten später erhöhte Pernille Harder - so weit, so erwartbar und vielleicht etwas zu einfach für den Favoriten.
Erstaunlich war es dann eher, dass der Club nach diesen beiden Gegentreffern besser ins Spiel kam. Nastassja Lein prüfte Torhüterin Maria-Luisa Grohs aus der Distanz (18. Minute), Sanja Homann hätte zwölf Minuten später den Anschlusstreffer erzielen müssen, die schnelle Angreiferin verließ auf ihrem langen Weg alleine in Richtung Tor allerdings der Mut und Grohs konnte erneut klären.
„Wenn du gegen den FC Bayern Torchancen hast, musst du sie auch nutzen - das haben wir verpasst“, sagt der Sportliche Leiter Osman Cankaya in seiner Halbzeitanalyse bei Magenta-TV. Polaskova bediente noch einmal Lein, die über das Tor schoss (34.). Der mutige Club hatte durchaus Gelegenheiten und bewies auch in diesem Spiel, dass der Klassenverbleib in dieser Spielzeit keine Utopie ist. Ein Sieg gegen den FC Bayern aber vielleicht trotzdem. Wieder Harder traf fünf Minuten vor dem Wechsel zum 0:3.
Immerhin durften es die Nürnbergerinnen durchaus als Respektsbekundung interpretieren, dass die Münchner zu Beginn ihre derzeit beste Elf auf den Platz schickten - eine Auszeichnung für eine überzeugende Saison. Drin war trotzdem auch im zweiten Durchgang wenig bis nichts. Klara Bühl traf nach 61 Minuten zum 4:0 für die Bayern, die direkt im Anschluss und nach einem Dreifach-Wechsel damit begannen, Personal für wichtigere Aufgaben zu schonen. Natalia Padilla-Bidas ließ trotzdem noch das 0:5 folgen (70.) und Beatrix Fördös fabrizierte noch ein Eigentor (90+1). Die Zuversicht hatte sich da längst verabschiedet.
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