
Nach dem klaren Votum der Münchner Bürgerinnen und Bürger für eine Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele blickt man auch in Nürnberg mit großer Freude und klaren Erwartungen in die Zukunft. Oberbürgermeister Marcus König und Sportreferentin Cornelia Trinkl (beide CSU) begrüßen die Entscheidung ausdrücklich – und sehen darin eine einmalige Gelegenheit, Nürnberg als Sportstadt weiter zu profilieren.
„Ich freue mich über den eindeutigen Ausgang des Bürgerentscheids. Ich weiß, dass viele Menschen eine Vergabe kritisch sehen. Doch für mich überwiegen klar die Vorteile. Olympische Spiele sind einzigartig. Für die Sportwelt, für die Fans, und ja: für die Austragungsorte“, sagt König. Der Oberbürgermeister erinnert dabei auch an die gemeinsame Geschichte: Schon 1972 war Nürnberg Austragungsort einzelner Wettbewerbe, etwa im Fußball. Daran wolle man anknüpfen.
OB König hofft auf ein neues „Sommermärchen“ in Nürnberg
„Die Welt schaut auf diese größte Sportveranstaltung unserer Zeit. Nürnberg kann – wie schon 1972 – erneut Teil davon sein. Wir heißen hier wieder gerne Wettkämpfe, Sportlerinnen und Sportler und Fans aus aller Welt herzlich willkommen. Wenn Deutschland, wenn München den Zuschlag erhält, sind wir dabei. Mit einem modernen Stadion und vielleicht weiteren Sportstätten. Das wird ein neues Sommermärchen“, schwärmt König.
Auch Sportreferentin Cornelia Trinkl teilt diese Begeisterung. Sie sieht im positiven Votum aus München nicht nur ein Signal für den Sport in Bayern, sondern auch einen Schub für Nürnberg selbst: „Wir freuen uns besonders, weil Nürnberg als möglicher Austragungsort einzelner Wettbewerbe infrage kommt. Das motiviert uns zusätzlich, unsere Sportinfrastruktur weiterzuentwickeln und die Begeisterung für den Sport in unserer Stadt zu stärken. Olympia wäre ein Ereignis, das die Menschen in der gesamten Region verbindet.“
Nach Ansicht der Nürnberger Stadtspitze könnte eine mögliche Olympia-Bewerbung Münchens neue Dynamik in die regionale Zusammenarbeit bringen. König betont, dass ein solches Großereignis nur im Schulterschluss gelingen könne: „Wir wünschen München viel Erfolg auf dem Weg zur offiziellen Bewerbung. Gleichzeitig sind wir überzeugt, dass ein solches Großereignis nur im Schulterschluss mit Partnerstädten gelingen kann. Nürnberg bringt die idealen Voraussetzungen mit – sportlich, logistisch und kulturell.“
Ob die Vision Realität wird, hängt nun vom weiteren Bewerbungsprozess auf Landes- und Bundesebene ab. Bei der Bürgerbefragung in der Landeshauptstadt am Sonntag, 26. Oktober, stimmten nach Angaben von Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) deutlich über 60 Prozent für eine Bewerbung Münchens um Sommerspiele und Paralympische Spiele im Jahr 2036, 2040 oder 2044.


2 Kommentare
muggsmeislaschdill
Gab es in Nürnberg einen Bürgerentscheid? Das Münchener Volk bestimmt also uns in Nürnberg und unsere Stadtführung folgt brav. Ein komisches Verständnis von Demokratie.
28.10.2025 18:56 Uhr