Nürnberg - Cherry muss hier raus! Für den Kater ist eine Welt zusammengebrochen, er leidet sehr im Nürnberger Tierheim. Hier warten viele Vierbeiner - so auch Kangal Herbert. Er hat es verdient, endlich die schönen Seiten des Hundelebens kennenzulernen.
01.10.2025 14:00 Uhr

Jeden Mittwoch stellen wir Bewohner des Nürnberger Tierheims vor – in der Hoffnung, dass sie ein schönes Zuhause finden. Vergangene Woche waren es Schmusekater Stanley (10) und Piccolo (6), ein kleiner Mischling. Bislang hat sich kein Interessent gemeldet.

Aber wir haben noch eine gute Nachricht: Kiwi wurde vermittelt, die zwölfjährige Mieze ist im Fürther Stadtgebiet gefunden worden. Sie ist eine recht schwierige Samtpfote, die Tierheimmitarbeiter nannten sie gar eine „Systemsprenger-Katze“. Wir hatten sie hier Ende August vorgestellt. Inzwischen ist Kiwi ausgezogen und hat ihr Glück bei einer Nürnbergerin gefunden.

Heute geht es um zwei Vierbeiner: Der Name täuscht. Cherry ist nicht weiblich, sondern ein geschätzt elf Jahre alter Kater. Und ein armer Tropf. Er hockt seit Februar im Tierheim, weil sein Besitzer gestorben ist. Er kannte sein ganzes Leben lang nur ihn und ist von der Situation im Tierheim komplett überfordert. Der schwarze Kater mit den großen Augen, der an tierischen Helden aus „Flow“ erinnert, braucht dringend ein liebevolles Zuhause, er hat vor allem Angst.

Cherry soll als Wohnungskater in einen ruhigen Haushalt mit katzenerfahrenen Menschen einziehen - ohne Kinder und andere Tiere. Sein neues Herrchen oder Frauchen sollte viel Liebe, Geduld und Verständnis haben, denn die Mieze braucht eine lange Eingewöhnungszeit. Noch lässt Cherry sich nicht anfassen, aber „er ist ein schlaues Kerlchen, seine Neugierde und sein Appetit könnte bei der Eingewöhnung von Vorteil sein“, heißt es.

Foto: Tierheim Nürnberg/Nadja Borchert, gesp.29.09
Ein sanfter Riese namens Herbert: Der Kangal stammt aus schlechter Haltung. © Nadja Borchert/Tierheim Nürnberg

Herbert hatte keinen guten Start ins Hundeleben, der fünfjährige Rüde stammt aus schlechter Haltung und wurde seinem Besitzer abgenommen. „Er ist ein sehr netter Kangal“, erzählen die Mitarbeiter, der mit Artgenossen verträglich sei. „An der Leine pöbelt er aber noch gerne, man sollte deshalb die nötige Kraft haben, ihn zu halten.“ Der sanfte Riese wird nicht in eine reine Außenhaltung vermittelt.

Herbert ist stubenrein und kann vermutlich sogar alleine bleiben. Er wünscht sich ein neues Zuhause mit Garten, „da er auch bei uns sehr viel im Außenbereich seines Zwingers liegt“, so ein Tierpfleger. Kinder im Haushalt sollten schon größer sein und seine neuen Besitzer sollten Hundeverstand oder am besten schon Erfahrung mit Herdenschutzhunden mitbringen.

Weitere Infos: Kontakt zum Tierheim, Stadenstraße 90, unter der Telefonnummer (09 11) 91 98 90. Die Vermittlung erfolgt nur in Einzelterminen. Freitags gibt es von 14 bis 16 Uhr die Möglichkeit zum Informieren und Schauen. Bildergalerie: www.nn.de