Pegnitz - André Wermescher aus Pegnitz würde für die Grünen für das Amt des Landrats im Kreis Bayreuth-Land kandidieren. Wer ist der Mann, dem der Kreisverband seine Unterstützung zugesagt hat?
26.09.2025 16:00 Uhr

André Wermescher (44) vom Pegnitzer Ortsverband von B90/Die Grünen wird bei der Kommunalwahl 2026 für das Amt des Landrats in Bayreuth antreten. Bei der September-Versammlung des Kreisverbands in Creußen erhielt er dazu von den Mitgliedern mit absoluter Mehrheit im ersten Wahlgang das Votum, wie der Kreisverband Bayreuth von Bündnis 90/Die Grünen mitteilt.

Die offizielle Aufstellungsversammlung erfolgt am 13. November. Aufgewachsen ist André Wermescher in Kunreuth bei Forchheim. Er wohnt seit über 13 Jahren zusammen mit seiner Frau Christina Wermescher und einem gemeinsamen Sohn in der Region, mit der er eng verbunden ist. Der 44-Jährige studierte Maschinenbau mit Schwerpunkt Produktentwicklung in Nürnberg und machte bei unterschiedlichen Arbeitgebern vielseitige berufliche Erfahrung, auch im Ausland.

André Wermescher ist Projektleiter für Leistungselektroniken in Elektroautos

Seit 2014 ist er Projektleiter für Leistungselektroniken in Elektro- und Hybrid-Fahrzeugen. „Mit der jahrelangen Erfahrung in internationalen Projekten und interdisziplinären Teams ist er gewappnet, auch in der Kommunalpolitik wichtige Themen anzupacken“, heißt es in der Mitteilung. Mit seiner Kandidatur will André Wermescher Verantwortung übernehmen und „selbst Teil der Lösung“ werden. Dabei treibt ihn auch die Pflicht gegenüber zukünftigen Generationen an: „Ich möchte eine Zukunft gestalten, in der unsere Kinder nicht vor Problemen stehen, weil wir diese heute nicht angehen – sondern in der sie stolz sagen können: Ja die Generation meiner Eltern hatte den Mut, die Weichen neu zu stellen“, sagt Wermescher.

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Möchte sich als Landratskandidat für die Grünen aufstellen lassen: André Wermescher. © Wellisch

Das Wahlprogramm wird noch im Kreisverband erarbeitet, doch Wermescher griff in seiner Bewerbungsrede wichtige Themen auf. So ging er auf die Haushaltssituation im Landkreis ein. Nach 2024 wurde im Kreistag auch 2025 kein ausgeglichener Haushalt verabschiedet. Für Wermescher sind Schulden nicht grundsätzlich inakzeptabel, aber gerade dieses Geld muss seiner Meinung nach in Themen fließen, die den Landkreis voranbringen und den Zusammenhalt in der Region stärken. „Jeder Euro muss eine Investition in die Zukunft unseres Landkreises sein – nicht ein Pflaster für die Vergangenheit.“

Als Grünenpolitiker liegt ihm auch das Thema Energiewende am Herzen. Er sieht für den Bayreuther Landkreis hier vor allem Chancen in Photovoltaik, Windkraft und modernen Speichern. „Wir haben alle Chancen, vorne mit dabei zu sein“, führt er aus. „Dazu reicht es aber nicht, einfach dem Verbund „Zukunftsenergie Nordbayern“ beizutreten. Es braucht Mut und Menschen, die (...) konkrete Projekte umsetzen.“

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