Tokio - Die Teilnahme war bereits ein Erfolg. Aber natürlich hatte Florian Bremm bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Tokio über 5000 Meter zeigen wollen, wofür er das Jahr über hart gearbeitet hatte. Nach seiner Ansicht ist ihm das nicht gelungen.
19.09.2025 15:47 Uhr

Florian Bremm hat in diesem Jahr bereits: seine Hallenbestzeit über 3000 Meter gesteigert, Deutschland bei den Hallen-Europameisterschaften vertreten, hunderte Trainingskilometer in Südafrika, St. Moritz und in Erlangen absolviert, von Mai an in jedem Monat mindestens ein richtig schnelles Rennen hinter sich gebracht, sich zum ersten Mal für Weltmeisterschaften qualifiziert und seine Bestleistung über seine Spezialstrecke auf 13:09,17 Minuten gedrückt.

Es war ein extrem intensives Jahr für den Vorzeige-Läufer des LSC Höchstadt und am Ende dieser langen Saison war bei Florian Bremm, als es darauf ankam, „der Stecker draußen“.

Nach seinem Vorlauf bei den Weltmeisterschaften in Tokio hat er das in das ARD-Mikrofon gesagt. Bremm war einer jener deutscher Athleten, die die undankbare Aufgabe hatten, einem großen Publikum zu erklären, warum er sich nicht für den Endlauf qualifiziert hat, obwohl dafür wirklich alles hätte passen müssen: Tagesform, Renngestaltung, Tempo, Tagesform seiner Konkurrenten. So wie alles vor sechs Tagen für seinen Trainingspartner gepasst hatte.

Auch Rekordläufer Mohamed Abdilaahi scheitert im Vorlauf

Dass sich Niklas Buchholz über 3000 Meter Hindernis für das Finale qualifiziert hatte, hat ihn selbst überrascht. Diese WM in Japan war ihr gemeinsames Ziel, dass sie nun beide den LSC Höchstadt im Nationalstadion von Tokio vertreten haben, war nicht selbstverständlich. „Schon ein bisschen bitter““, sagte Bremm dann nach 13:31,09 Minuten im Finale.

„Das Rennen ging eigentlich erst los nach 3000 Metern.“ Der 24-Jährige aus Colmberg hatte sich bis dahin zurückgehalten, war aber aussichtsreich positioniert. Er musste darauf hoffen, in der letzten Runde noch in Distanz zum achten Platz zu bleiben, der zur Teilnahme am Finale berechtigt. Der Spurt ist seine Stärke, aber wie ambitioniert eine Finalteilnahme war, zeigt die Weltrangliste: Mit seiner Bestzeit belegt Bremm derzeit Platz 71. Mohamed Abdilaahi, der im Juli in 12:53,63 Minuten Dieter Baumanns 5000-Meter-Rekord unterboten hatte, ist in dieser Liste 18. Auch er scheiterte in Tokio in 13:44,68 Minuten im zweiten, langsameren Vorlauf.