Neumarkt - Wehmut, weil es vorbei ist, viel Sonne, keine Sicherheitsprobleme: Das Volksfest Neumarkt 2025 ist vorbei. So blicken die Stadt, die Polizei, die Festwirte, der Festreferent, die Schausteller und die Stadtwerke auf die elf Festtage zurück.
19.08.2025 15:20 Uhr

„Tatsächlich etwas wehmütig“ ist Oberbürgermeister Markus Ochsenkühn: Die elf Tage Volksfest „waren für die Neumarkterinnen und Neumarkter sowie für unsere Gäste ein tolles Erlebnis“. Volksfest-Zeit in Neumarkt bedeute, dass eine besondere Stimmung in der Stadt Einzug hält. „Das Volksfest verändert den Rhythmus des Lebens in der Stadt“, so der OB in einer Mitteilung der Stadt Neumarkt.

Ein Höhepunkt sei der Volksfestumzug gewesen. Rund 25.000 Zuschauerinnen und Zuschauer säumten die Straßen, so viele wie lange nicht. Das zweite große Highlight für Ochsenkühn war die Pferde- und Fohlenschau, die rund 5000 Gäste anlockte: „Unglaublich, was wir da am Montag zu sehen bekamen: ein weltweit einzigartiges Gespann mit 14 Haflinger-Hengsten, eine Freiheitsdressur, Voltigierer auf der Kutsche: Die Messlatte für kommendes Jahr liegt auf alle Fälle hoch.“

Überhaupt lobt er die „großartige, entspannte Stimmung“ mit viel Platz für persönliche Treffen und gute Gespräche: „Solche Veranstaltungen bringen die Menschen zusammen“ und seien das beste Marketing nach außen. Sein Dank geht an Hauptamtsleiter Thomas Thumann und seiner Mitarbeiterin Mira Hollweck, an Festwirt Marco Härteis und die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs und der Stadtgärtnerei.

Sicherheitskonzept „hat sich bewährt“, sagt OB Markus Ochsenkühn

Das Sicherheitskonzept hat sich laut OB bewährt. Ochsenkühn dankt der Feuerwehr, dem BRK, der Neumarkter Polizei und dem Sicherheitsdienst KR Security „für ihre hervorragende Arbeit.“

Für Festreferent Stadtrat Franz Düring war das Volksfest 2025 in mehrfacher Hinsicht besonders: bei „traumhaftem Wetter“ sei es „bestens besucht“ gewesen. Und es war sein letztes Volksfest in der Rolle des Festreferenten: „Ich verabschiede mich nächstes Jahr nach 36 Jahren aus dem Stadtrat und damit nach sechs Jahren auch aus dem Amt des Festreferenten.“ Dankbar und froh blicke er auf diese Zeit zurück.

Festwirtsehepaar Marco und Sabine Härteis erlebten „viele gut gelaunte Gäste, ein fast durchgehend bestens besuchtes Fest“. Auch wenn heuer einen etwas geringerer Getränkeumsatz zu verzeichnen war, überwiege „die Freude über die großartige Stimmung, das harmonische Miteinander und einen störungsfreien Verlauf“.

Einige zu heiße Tage: Weniger Gäste bei den Fahr- und Schaugeschäften

„Schon zufrieden“ sei er mit dem Volksfest 2025, sagt Schaustellersprecher Günter Wunderle. Doch bei den Fahr- und Schaugeschäften seien weniger Gäste unterwegs gewesen als in den Vorjahren. „Wir hatten zum Glück keinen Regen wie in den Wochen vor dem Neumarkter Volksfest. Aber die ganz heißen Tage waren für den Besuch am Festplatz an den Nachmittagen nicht so gut.“ Insgesamt könnten die Schausteller eine „noch positive Bilanz“ für das Volksfest 2025 ziehen.

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Auch das Riesenrad wandert aus der Senkrechte in die Waagrechte: Alles wird abgebaut und abtransportiert nach dem Volksfest Neumarkt, Jahrgang 2025. © Wolfgang Fellner

Aus Sicht der Polizei war das Volksfest heuer „erneut ein friedliches und ruhiges Fest“, so Alois Breinbauer, Leiter der PI Neumarkt. Die Zahl der Körperverletzungen sei weiter rückläufig, in diesem Jahr sei bisher nur eine vorsätzliche Körperverletzung angezeigt worden. Allerdings habe es eine Häufung von Verkehrsdelikten gegeben.

Die Zusammenarbeit mit der Stadt Neumarkt und dem Sicherheitsdienst habe gut geklappt, betonen Plizei und Sicherheitsdienst gleichermaßen. Das „trug maßgeblich zu einem sicheren Festverlauf bei, so Alois Breinbauer. Auch für den Sicherheitsdienst KR-Security beschreibt Ordnungsdienstleiter Martin Dostal einen friedlichen Verlauf „ohne nennenswerte Zwischenfälle“.

Volksfestbus der Stadtwerke Neumarkt: top ausgelastet, keine „Sonderreinigungen“

Mehr als 4000 Fahrkarten seien an den elf Tagen Sonderverkehr mit dem Volksfestbus der Stadtwerke Neumarkt verkauft worden, bilanziert Melanie Ullermann, die Verkehrsleiterin ÖPNV/Stadtbus bei den Stadtwerken Neumarkt. Die Fahrten seien sehr gut angenommen worden, die Fahrzeuge seien gut ausgelastet gewesen.

Von den Volksfesttickets für 11 Tage wurden 77 Einzel- und 108 Familientickets verkauft; die Zahlen liegen damit etwas unter den Werten des Vorjahres. Melanie Ullermann hat keine Zwischenfälle, Ausfälle oder Sonderreinigungen zu verzeichnen. „Auch von Unfällen sind die Volksfestbusse verschont geblieben“, so Ullermann weiter.