Nürnberg - Der Norisring wirft seinen Schatten voraus: Schon ab Donnerstag werden erste Straßen für das größte Rennsport-Event Frankens gesperrt. Betroffen sind weit mehr als nur Anwohner im Süden Nürnbergs - das müssen Sie jetzt wissen.
02.07.2025 12:13 Uhr

Wenn der große Rennsportzirkus in Nürnberg gastiert, bekommen das auch Anwohner zu spüren. Der Lärm insbesondere im Süden der Stadt ist ein Dauerthema, doch auch Straßensperrungen sorgen regelmäßig für Ärger. Bereits am Donnerstag ab 7 Uhr gelten vielerorts geänderte Verkehrsregeln, wie die Stadt mitteilt. Das Umfeld der Zeppelingstraße, der Beuthener Straße, der Hans-Kalb-Straße sowie der Herzogstraße wird für die gesamte Dauer des DTM-Rennens für den Durchgangsverkehr gesperrt, heißt es in einer Pressemitteilung - alle Ziele seien jedoch erreichbar, besonders für Anwohner. Wenn auch mit teilweise anderer Verkehrsführung.

„Die Wohngebiete an der Oskar-von-Miller-Straße, der Schultheißallee, der Hans-Fallada-Straße, der Bettelheimstraße, der Bertolt-Brecht-Straße, der Ursula-Wolfring-Straße und der Herzogstraße werden für den allgemeinen Verkehr gesperrt“, teilt die Stadt mit. Damit Besucher des Norisring nicht die Wohngebiete zuparken, sind Ordner im Einsatz.

Norisring-Rennen sorgt für Verkehrsbehinderungen

Besucher, die am Wochenende ins Nürnberger Stadionbad wollen, können an allen drei Renntagen bis dorthin fahren, „Parkmöglichkeiten sind allerdings nur eingeschränkt vorhanden“, teilt die Stadt mit. Auf der Großen Straße gebe es ausreichend Möglichkeiten, sein Auto abzustellen. Zudem würden sich in der Nähe des Renngeländes zahlreiche ausgeschilderte, gebührenpflichtige Parkplätze finden - etwa an der Beuthener Straße an der Zufahrt zur Gleiwitzer Straße, an der Messe oder an der Meistersingerhalle.

Fakt ist: Es wird voll im Nürnberger Süden. Die Stadt bittet deshalb, „die Weisungen der eingesetzten Einsatzkräfte der Polizei und der Sicherheitsdienste“ zu beachten und immer der Beschilderung durch das Dynamische Verkehrsleitsystem zu folgen. „Auf den Einsatz eines Navigationssystems sollte verzichtet werden, da dessen Daten und Angaben aufgrund der veranstaltungsbedingten Straßensperrungen nicht immer aktuell sind.“

Demo gegen den Norisring geplant

Doch die Sperren betreffen nicht nur den Süden der Stadt - weil mit der „Cycling Rebellion“ eine Rad-Demo gegen den Norisring protestiert, kommt es zu weiteren Einschränkungen. Am Freitag ab 17 Uhr zieht die Demonstration vom Richard-Wagner-Platz über den Frauentorgraben, den Bahnhof, die Bayernstraße und die Regensburger Straße an das Norisring-Gelände heran und zurück. Fahrzeugführer, teilt die Polizei mit, sollen die Aufzugstrecke „weiträumig umfahren“.

Die „Cycling Rebellion“ protestiert nicht nur gegen den Norisring, sondern unter dem Motto „Sport ist Mord?“ generell gegen klimaschädliche Aktivitäten, beispielsweise am Valznerweiher gegen die Tennis-Abteilung des 1. FC Nürnberg, der wegen seiner bewässerungsintensiven Plätze „ein extremes Beispiel für umweltschädliche Sportarten“ sei.


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