Nürnberg - Schon zum elften Mal wird in Nürnberg ein Straßenfest gegen Rassismus und Diskriminierung gefeiert. Auf dem Aufseßplatz in der Südstadt geht es am Samstag, 21. Juni, um ein besseres Zusammenleben.
17.06.2025 13:43 Uhr

Am Samstag, 21. Juni, lädt ein breites Bündnis aus Vereinen, Parteien, Initiativen und Jugendverbänden zum elften Mal zum Straßenfest am Aufseßplatz ein. Unter dem Leitgedanken „Für ein besseres Zusammenleben“ veranstaltet das Bündnis seit 2015 diese Feier in der die Nürnberger Südstadt.

Allen Nürnbergerinnen und Nürnbergern wird dabei ein vielfältiges Programm geboten. Die Bandbreite reicht von der Trommelgruppe Rhythms of Resistance Erlangen, die auf dem Fest einen Trommel-Workshop anbietet, bis hin zum Chor der Vielfalt ist für Tanz- und Musikliebhaber aller Altersgruppen etwas dabei.

Ausstellungen in Nürnberg zur AfD und zu den NSU-Morden

So bunt wie das Fest ist auch die Band, die am Abend auftritt: Kontrast besteht aus zehn jungen Menschen aus verschiedenen Ländern und führt das Publikum einmal quer über den Globus. Auch im Rahmenprogramm ist für Abwechslung gesorgt. An Infoständen können sich die Besucher über die Arbeit der verschiedenen beteiligten Gruppen informieren, Gespräche führen oder bei Mitmachaktionen selbst aktiv werden.

Auf die Kosten kommen auch die Jüngsten, dank Kinderschminken, einer Hüpfburg oder einer Schachecke, wie im Vorjahr. Zu sehen sind außerdem zwei Ausstellungen: eine über die AfD und Rassismus in Deutschland und eine über die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen.

Auch der Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg, Marcus König, wird zu den Besuchern des Straßenfests sprechen, genauso wie Ulli Schneeweiß von ver.di Mittelfranken. Zudem tritt Eylem Gün von der Jungen Stimme ans Rednerpult.

„Wir haben das Straßenfest im Gedenken an die Opfer des NSU initiiert und wollten damit von Beginn an deutlich machen, dass wir die Familien und alle anderen Betroffenen von rechter Gewalt nicht alleine lassen“, sagt Gün. „Gleichzeitig ist das Straßenfest ein Zeichen, wie unser Zusammenleben aussieht und aussehen muss: gemeinschaftlich, verbunden und solidarisch.“ Das gelte vor allem in Zeiten, in denen der gesellschaftliche Rechtsruck immer stärker werde.

Das Fest findet zwischen 14 und 22 Uhr auf dem Aufseßplatz statt. Infos unter www.strassenfest-aufsessplatz.de


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