
Es wurde gefeiert, geschunkelt und gelacht: Die Erlanger Bergkirchweih 2025 zeigte sich als großartiges Familienfest und beständiger Besuchermagnet, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Erlangen. Die umsatzstarken Pfingsttage wurden zwar von dem ein oder anderen Regenschauer heimgesucht, aber fortan warf der Wettergott zahlreiche Sonnenstrahlen auf das „Berg“-Gelände und sorgte damit auch für viele Besucherinnen und Besucher.
Die Verantwortlichen zogen nach zwölf Tagen ein durchweg positives Fazit. Oberbürgermeister Florian Janik war zu zahlreichen Terminen und Veranstaltung auf dem Festgelände: „Unser ‚Berch‘ ist seit jeher ein Ort der Begegnung, des Genusses und der fränkischen Lebensfreude und ich bin glücklich, dass wir das alles auch in diesem Jahr wieder erleben durften. Wirte und Schausteller haben uns zwölf Tage voller Geselligkeit, Musik und kulinarischer Köstlichkeiten geschenkt.“
Auch Konrad Beugel, Referent für Wirtschaft und Finanzen und als Veranstaltungsleiter zuständig für die Kirchweih ist glücklich, dass sich die Kerwa 2025 als ein attraktives und sicheres Familienfest präsentierte. „Die Bergkirchweih ist weit mehr als ein Volksfest – sie ist gelebte Tradition, die Generationen verbindet. Typisch für eine Juni-Kirchweih hatte das Wetter alles dabei. Die Resonanz, die wir als Veranstalter erfahren haben, war trotzdem überwiegend positiv. Dann hat sich die viele Arbeit aller Beteiligter gelohnt. Mein Dank geht an das gesamte Veranstalterteam, die Schausteller und Festwirten sowie die Unterstützer aus Blaulichtorganisationen für die verlässliche Zusammenarbeit im Vorfeld und während der Festtage. Und jetzt heißt es: Nach dem Berg ist vor dem Berg. Wir sehen uns wieder in 2026 – dann zu einer Mai-Kirchweih“.
Weitere Stimmen zur Bergkirchweih 2025
Udo Helbig, Sprecher der Wirte
„Eine gute und gelungene Bergkirchweih neigt sich dem Ende. Nach einem gemischten Pfingstwochenende war das Wetter an den folgenden Tagen ideal für den ‚Berg‘. Von Dienstag bis Samstag war die Veranstaltung sehr gut besucht und friedlich. Der zweite Sonntag war deutlich schwächer besucht als im vergangenen Jahr. Die Umsätze bewegen sich in etwa auf Vorjahresniveau.“
Karl-Heinz Hartnagel für den Süddeutschen Schaustellerverband
„Aus Sicht der Schausteller sind wir sehr froh, dass auch die Bergkirchweih 2025 ein friedliches Fest war. Wir sind zufrieden, wenngleich wir durch den Regen die Zahlen vom Vorjahr leider nicht erreichen konnten.“
Claudia Siegritz vom Frauennotruf zieht Bilanz für den Safe Space
„Es freut uns sehr, dass das Konzept „Safe Space“ als niedrigschwelliges Angebot sehr gut angenommen wurde. Vor allem die mobilen Teams konnten viele Menschen erreichen und zur Seite stehen. Durch eine Vielzahl an Gesprächen konnte das Bewusstsein für sexualisierte Gewalt gestärkt werden. Für viele Mädchen und Frauen bedeutet der Safe Space mehr Sicherheit auf der Bergkirchweih. Das drückte sich vor allem durch große Dankbarkeit in Gesprächen und auf Social Media aus.“
Marc Clemenz, Arbeiter-Samariter-Bund (ASB):
„Wir sind mit dem Verlauf der Bergkirchweih 2025 sehr zufrieden. Trotz des wechselhaften und vereinzelt verregneten Wetters blieb das Einsatzaufkommen auf einem gewohnt stabilen Niveau. Insgesamt haben unsere Einsatzkräfte rund 160 medizinische Hilfeleistungen erbracht, davon mussten in elf Fällen Patienten zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus transportiert werden.
Besonders positiv möchten wir die insgesamt sehr gelassene und friedliche Stimmung hervorheben. Viele Menschen sind achtsam miteinander umgegangen, haben Rücksicht gezeigt – das war deutlich spürbar und hat die Arbeit unseres Teams erheblich erleichtert.“
Michael Meyer, Bayerisches Rotes Kreuz (BRK)
„Die Bergkirchweih 2025 verlief aus unserer Sicht insgesamt ruhig und im Rahmen der Erfahrungswerte der vergangenen Jahre. Die Einsatzzahlen bewegen sich mit 630 Versorgungen im Durchschnitt. Erfreulich ist, dass darunter lediglich acht Schwerverletzte zu verzeichnen waren. Mit insgesamt 133 medizinischen Versorgungen verzeichnete der zweite Samstag die höchste Zahl an Hilfeleistungen der vergangenen zehn Jahre.
Es wurden 47 Patientinnen und Patienten durch den extra dafür an der Bergwache Mitte vorgehaltenen Krankentransportwagen in umliegende Kliniken gebracht, weitere 44 Transporte erfolgten durch Fahrzeuge des öffentlich-rechtlichen Rettungsdienstes. Insgesamt wurden rund 203 Trägertrupp-Einsätze auf dem Gelände und den Kellern verzeichnet.“
Klaus Wild, Leiter der Polizeiinspektion Erlangen-Stadt
„Die Erlanger Polizei ist mit dem Verlauf der diesjährigen Bergkirchweih sehr zufrieden. Gerade in den Abendstunden war aus polizeilicher Sicht an den meisten Tagen ein sehr hohes Besucheraufkommen zu verzeichnen. Beinahe alle Besucherinnen und Besucher verhielten sich absolut friedlich und feierten ausgelassen. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem die ruhigste und friedlichste Bergkirchweih seit Beginn polizeilicher Aufzeichnungen zu verbuchen war, sind die Fallzahlen moderat angestiegen. Im Zehn-Jahres-Vergleich landet die Bergkirchweih 2025 damit auf Platz zwei nach 2024.
Die vorangetriebene Fortentwicklung des Absperrkonzepts für das Festgelände und neuralgische Punkte der Innenstadt hat sich aus polizeilicher Sicht absolut bewährt. Die vereinzelte Kritik an lokalen Punkten der Absperrmaßnahmen nehmen wir ernst und werden sie in die Weiterentwicklung des Konzepts für das kommende Jahr einfließen lassen.“
Friedhelm Weidinger, Amt für Brand- und Katastrophenschutz (Feuerwehr)
„Insgesamt wurden durch die Feuerwehr Erlangen über die zwölf Tage wieder über 1.400 ehrenamtliche Einsatzstunden auf den beiden Bergwachen geleistet. Im Dienst befinden sich immer sieben Einsatzkräfte von der Ständigen Wache und den Freiwilligen Feuerwehren aus dem Stadtgebiet sowie ein Einsatzführungsdienst der Ständigen Wache. Es war wieder ein wunderbares Miteinander unserer haupt- und ehrenamtlichen Einsatzkräfte. Neben kleineren technischen Hilfeleistungen und einer qualmenden Mülltonne wurde das BRK und der ASB bei der medizinischen Versorgung von ‚Berg‘-Besucherinnen und -Besuchern unterstützt.“
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