Herzogenaurach - Puma hat im ersten Quartal des Geschäftsjahrs fast nichts verdient, der operative Gewinn ist um 64 Prozent gesunken. Dennoch sind die Aktien aus Herzogenaurach wieder gefragt, denn es waren noch schlechtere Zahlen befürchtet worden.
08.05.2025 17:40 Uhr

Der Vorteil an schwachen Erwartungen: Es fällt leicht, positiv zu überraschen. Das gelang dem Herzogenauracher Sportartikelhersteller Puma mit den Geschäftszahlen für das erste Quartal 2025. Der operative Gewinn (EBIT) ist deutlich auf 58 Millionen Euro gesunken (inklusive Einmalkosten für das Effizienzprogramm „Next Level“), das ist ein Minus von fast 64 Prozent. Das bereinigte EBIT fiel um 52 Prozent auf 76 Millionen Euro. Die Analysten hatten jedoch mit nur 72 Millionen gerechnet.

Die EBIT-Marge erreichte statt den erwarteten 3,2 Prozent nur 2,8 Prozent, wie es in einer Unternehmensmitteilung weiter heißt. Im Vorjahr hatten die Herzogenauracher demnach noch 87,3 Millionen Euro verdient, nun lag das Konzernergebnis unterm Strich bei gerade mal 0,5 Millionen Euro. Das Ergebnis je Aktie betrug nur glatte 0,00 Euro nach 0,58 Euro im Vorjahr.

Weil Analysten vor Bekanntgabe der Geschäftszahlen mit noch schwächeren Ergebnissen gerechnet hatten und Puma den Ausblick für das gesamte Geschäftsjahr beibehalten hat, reagierte der Markt am 8. Mai 2025 jedoch positiv und die Aktien von Puma waren durchaus gefragt. Zeitweise legten die Anteile um 3,94 Prozent auf 24,29 Euro zu.

Der angekündigte Abbau von rund 500 Stellen im Rahmen des „Next Level“-Programms wird voraussichtlich bis Ende des zweiten Quartals abgeschlossen sein, heißt es in der Mitteilung.


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