
Obwohl das Modeunternehmen Aachener erst kurz zuvor Insolvenz angemeldet hatte, eröffnete es im Nürnberger Frankencenter und in Coburg Ende 2023 in zwei ehemaligen Galeria-Kaufhof-Karstadt-Filialen, die es übernommen hatte, neue Läden. Auch wenn die Hoffnung auf einen Investor bei Aachener zunächst groß war: Nur ein halbes Jahr später muss das Dortmunder Modeunternehmen mitteilen, dass es spätestens Ende September den Geschäftsbetrieb in allen neun Filialen in Deutschland einstellt, wie der "BR" berichtet.
Laut einer Mitteilung der Modekette hat diese seit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens Anfang März 2024 zahlreiche Sanierungsmaßnahmen umgesetzt. Der Erfolg war jedoch nicht von Dauer. Es sei nicht gelungen, den langfristigen Erhalt von Aachener zu gewährleisten. Den "BR"-Angaben zufolge nannte Insolvenzverwalter Christoph Schulte-Kaubrügger ein schwieriges Marktumfeld und die Kaufzurückhaltung der Kundschaft als Gründe für das Aus, zu dem es keine Alternative gegeben habe.

2 Kommentare
gruendlacher
Der Karstadt-Retter war niemals ein Retter. Der
"Aachener" hatte keine Ahnung. Wie konnte man
sich auf FWG , dem untergetauchten "Boss" so drauf
einlassen. "Ein Schmierenstück" des deutschen
Einzelhandels. Und viel zu viele haben weggeschaut !
Und an das geschundene Personal denkt sowieso
Niemand. Selbst die Gewerkschaften sind auf jeden
lahmen Gaul gesprungen. Dabei hätte ver.di NIE auf das "Aachener" Pferdchen setzen dürfen.
Ein Lehrstück der schlimmsten Art.
29.06.2024 15:04 Uhr