Nürnberg - Wenn Leoni eine Adhoc-Mitteilung veröffentlicht, wie sie das Börsenrecht für manche Fälle vorschreibt, hieß das zuletzt nichts Gutes. Das gilt auch für die jüngste Mitteilung. Überraschend kommt sie indes nicht.
12.04.2023 13:11 Uhr

Wie die Leoni AG mitteilt, habe die laufende Aufstellung des Jahresabschlusses
2022 ergeben, dass für das Geschäftsjahr "in jedem Fall ein Verlust eingetreten ist, der das Grundkapital aufzehrt". Grund seien erwartete Wertberichtigungen im hohen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Die genauen Beträge stünden aber noch nicht fest.

Als Folge will der Nürnberger Autozulieferer kurzfristig eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, die voraussichtlich am 2. Juni 2023 stattfinden soll. Überraschend kommt die Verlustmeldung indes nicht. Das Unternehmen hatte eine entsprechende Entwicklung bereits erwartet.

Österreicher wird Alleineigentümer

Die Existenz von Leoni scheint dennoch gesichert, da das Unternehmen mit dem Österreicher Stefan Pierer einen Investor gefunden hat, der über eine seiner Gesellschaften Alleineigentümer des Zulieferers werden soll.

Für die Aktionärinnen und Aktionäre von Leoni kommt der Rettungsplan jedoch teuer - sie verlieren ihr gesamtes bei Leoni investiertes Geld. Welche Rechte Aktionäre haben, erfahren Sie auf unserem Premiumportal NN.de: