
Geschichte wiederholt sich. Im Januar empfing die SG Dynamo Dresden das Kleeblatt als Tabellenletzter der zweiten Liga, doch nach einem überzeugenden 2:0 gegen schwache Gäste übergaben die Dresdner Fans den Fürthern zum Start ins neue Fußballjahr symbolisch die Rote Laterne. Während sich die SGD mit einer ebenso überzeugenden Rückrunde locker in der Liga hielt, musste die nach dem Ausflug ins Rudolf-Harbig-Stadion weiterhin strauchelnde Spielvereinigung noch den Umweg über die Relegation gegen Rot-Weiss Essen gehen.
Am Freitagabend empfing die strauchelnde SG Dynamo Dresden, der viele Beobachter eigentlich eine gute Rolle zugetraut hatten, das Kleeblatt erneut als Tabellenletzter der zweiten Liga. Am Ende jubelten wieder die Dresdner, die bereits zur Pause 2:0 führten und am Ende sogar 3:0 gewannen.
SpVgg Greuther Fürth beginnt unverändert zum Kiel-Spiel
Heiko Vogel entschied sich, auf eine alte Fußball-Weisheit zu vertrauen: Never change a winning team. Deshalb vertraute der Fürther Trainer denselben elf Spielern, die am vergangenen Sonntag 1:0 gegen Kiel gewonnen hatten. Für Aaron Keller, den Siegtorschützen, war deshalb in der Startelf erneut kein Platz. Neben ihm auf der Bank saß dafür erstmals der lange verletzte Sommerzugang Benjamin Zank, während mit Jordan Siebatcheu ein weiterer Angreifer verletzt passen musste.
Wenige Sekunden nach dem Anpfiff war das Spiel dann schon wieder unterbrochen. Hendry Blank hatte den Dresdner Vincent Vermeij ungewollt mit dem Fuß im Gesicht getroffen - so sehr, dass der blutete und länger behandelt werden musste. Der Fürther Innenverteidiger sah dafür eine sehr frühe Gelbe Karte. Nachdem Jannis Heuer einen Freistoß von Ole Pohlmann über das Dresdner Tor geköpft hatte (5.), wäre Dynamo beinahe in Führung gegangen: Simon Straudi suchte und fand am Elfmeterpunkt Patrice Covic, der aber drüber schoss (11.).
Danach kam das Kleeblatt immer besser ins Spiel: Omar Sillah schoss nach Zuspiel von Pohlmann aus spitzem Winkel vorbei (16.), Jannis Heuer aus der Distanz deutlich drüber (16.), einen wuchtigen Versuch von Felix Klaus konnte der Ex-Fürther Lennart Grill gerade noch zur Ecke abwehren (21.), ehe er bei einem Schlenzer von Sacha Bansé erneut fliegen musste (24.) - und dann auch noch einen Abschluss von Pohlmann zur Seite ablenkte (28.).
Doch statt 0:1 stand es kurz darauf 1:0: Die Fürther bekamen rund um den Strafraum keinen wirklichen Zugriff, sodass der Ball zum Ex-Fürther Robert Wagner kam, der ihn, abgefälscht von Blank, zur Dresdner Führung ins Netz schoss (31.). Zehn Minuten später erhöhte der Tabellenletzte auf 2:0: Klaus spitzelte Bobzien den Ball im Liegen in den Fuß, Will verteidigte am Strafraum zu zaghaft, sodass der Dresdner aus guter Position abschließen konnte. Wieder hielt Blank seinen Fuß rein, wieder flog der Ball über den verdutzten Hellstern hinweg ins Tor (41.). Abgesehen von zwei geblockten Schüssen von Luca Itter (45.+4) gelang dem Kleeblatt bis zur Pause nichts mehr.
45 Sekunden nach Wiederanpfiff schoss Sillah erstmals auf das Dresdner Tor - es sollte aber für längere Zeit die einzige gefährliche Offensivaktion bleiben. Stattdessen entschied Dynamo in der 55. Minute das Spiel: Bobzien überlief den erstaunlich langsamen Will problemlos und legte quer, wo Vermeij den Ball nur noch zum 3:0 über die Linie drücken musste. Nachdem auch danach nichts besser wurde, wechselte Heiko Vogel viermal (!): Für Bansé, Appelkamp, Pohlmann und Sillah kamen Dennis Srbeny, Aaron Keller, Faton Ademi und Benjamin Zank.
Doch nur wenige Augenblicke später flog Blank mit Gelb-Rot vom Platz (62.) - und alle Hoffnung auf eine Aufholjagd hatte sich in Luft aufgelöst. Stattdessen musste Kapitän Klaus für Innenverteidiger Krisztian Keresztes vom Feld. Der Wille, noch etwas am Ergebnis zu verändern, schien das Kleeblatt danach verlassen zu haben, es ging offenbar nur noch um Schadensbegrenzung. Immerhin das gelang ihnen. In der 87. Minute verhinderte Grill bei einem Kopfball von Srbeny den Ehrentreffer, kurz darauf war Schluss. Es war: eine Erlösung.
In die Länderspielpause geht das Kleeblatt mal wieder mit einer langen Liste an Fragen.
Info
Dresden: Grill; Sterner, Rapp, Muhamedbegovic, Straudi - Wagner, Raschl - Covic, Hauptmann (83. Inanoglu), Bobzien (88. Okpala) - Vermeij (83. Daferner). - Fürth: Hellstern; Dehm, Heuer, Blank, Itter - Will, Bansé (61. Ademi) - Klaus (65. Keresztes), Appelkamp (61. Srbeny), Pohlmann (61. Keller) - Sillah (61. Zank). - Schiedsrichter: Bacher (Wasserburg). - Zuschauer: 30.786. - Tore: 1:0 Wagner (31.), 2:0 Bobzien (41.), 3:0 Vermeij (55.). - Gelbe Karten: Rapp (2) / -. - Gelb-Rote Karte: Blank (Fürth, 62.)
Neues von der SpVgg Greuther Fürth
Sie wollen keine News und Storys zum Kleeblatt verpassen? Das ist mit dem neuen WhatsApp-Kanal von NN.de I SpVgg Greuther Fürth ganz einfach. Hier geht es direkt zum WhatsApp-Channel - eine „Schritt für Schritt“-Anleitung finden Sie hier.
Außerdem empfehlen wir Ihnen die Push-Funktion unserer App „NN News“. Hier können Sie das Kleeblatt als Ihr Lieblingsthema auswählen. Die App „NN News“ können Sie über folgende Links downloaden:




17 Kommentare
Greutherer
Kein schöner Abend gestern und kein schöner Tag heute.
Nach diesem schwachen Auftreten hätte man schon eine Reaktion erwarten können, nicht von der Mannschaft (die kann nur so gut wie der Trainer sie einstellt und der HV kann es einfach nicht) sondern vom gesamten Führungsgremium. Aber vielleicht gibt es ja morgen nach dem Zurück zur Spielvereinigung noch eine entsprechende Erklärung.
vor 6 Stunden