Nürnberg - Der Grund für die plötzliche Beurlaubung des Chefs der Verkehrsplanung in Nürnberg könnte der harsche Umgang mit einer Studentin sein. Die Frau arbeitete an einer Studie zum umstrittenen Superblock in Gostenhof. Was sie zu Frank Jülich sagt.
14 Kommentare
Kerstin_Rahner
<em>Liebe Kerstin Rahner, gerne antworten wir ausführlich auf Ihre konkreten Fragen:
Wurden die geschilderten Vorwürfe durch Einsichtnahme in die E-Mails oder Gespräche mit weiteren Beteiligten überprüft? Hatte Frank Jülich Gelegenheit, sich dazu zu äußern?
Herr Jülich möchte sich im Allgemeinen nicht zu den Gründen seiner Beurlaubung äußern. Das hat er einer Kollegin telefonisch gesagt. Der Vorgang um diese ehrenamtliche Studie ist bei der Stadtspitze bekannt und das wurde uns bestätigt.
Gibt es über die Vermutung der Studentin hinaus Hinweise darauf, dass der Konflikt tatsächlich zur Beurlaubung geführt hat?
Lt. Stadtspitze war der Konflikt nicht der alleinige, ausschlaggebende Grund für die Beurlaubung. Vielmehr ist der Ärger über Jülich gewachsen, auch wegen solcher Vorfälle.
Welche Rolle spielten die beiden Stadträte Thomas Estrada und Michael Ziegler? Wäre es nicht hilfreich gewesen, auch ihre verkehrspolitischen Positionen einzuordnen?
Nein, warum? Es geht doch um die Vorgänge um die Studie, es geht in dem Artikel nicht um den Superblock.
Wie passt die wertende Wortwahl wie „der Hohn daran ist“, „glühender Superblock-Befürworter“ oder „mit allen Mitteln torpedieren“ zum Anspruch einer sachlichen Berichterstattung?
Sicher hätte man andere Formulierungen verwenden können, ich empfinde die Wortwahl aber nicht als wertend
Und schließlich: Warum wurde der vollständige Name der Studentin nachträglich abgekürzt, ohne dass ein Änderungshinweis erkennbar ist?
Die Studentin wollte ihren Namen nachträglich doch anonymisieren lassen, diesem Wunsch habe ich entsprochen. Der Klarname war nur für ca. 30 Minuten online zu lesen.
Ich finde es wichtig, mögliche Missstände öffentlich zu machen. Gerade bei so weitreichenden persönlichen Konsequenzen würde ich mir aber eine klarere Trennung zwischen belegten Fakten, Aussagen Beteiligter und Vermutungen wünschen.
Die Beurlaubung war beschlossene Sache, mit meinem Artikel hat diese Maßnahme nichts zu tun. Ich finde, dass der Artikel + flankierender Meinungsbeitrag die Grenze ziehen.
Freundliche Grüße aus der Redaktion</em>
Liebe Frau Nguyen,
Ihr Artikel wirft bei mir einige Fragen auf:
Wurden die geschilderten Vorwürfe durch Einsichtnahme in die E-Mails oder Gespräche mit weiteren Beteiligten überprüft? Hatte Frank Jülich Gelegenheit, sich dazu zu äußern?
Gibt es über die Vermutung der Studentin hinaus Hinweise darauf, dass der Konflikt tatsächlich zur Beurlaubung geführt hat?
Welche Rolle spielten die beiden Stadträte Thomas Estrada und Michael Ziegler? Wäre es nicht hilfreich gewesen, auch ihre verkehrspolitischen Positionen einzuordnen?
Wie passt die wertende Wortwahl wie „der Hohn daran ist“, „glühender Superblock-Befürworter“ oder „mit allen Mitteln torpedieren“ zum Anspruch einer sachlichen Berichterstattung?
Und schließlich: Warum wurde der vollständige Name der Studentin nachträglich abgekürzt, ohne dass ein Änderungshinweis erkennbar ist?
Ich finde es wichtig, mögliche Missstände öffentlich zu machen. Gerade bei so weitreichenden persönlichen Konsequenzen würde ich mir aber eine klarere Trennung zwischen belegten Fakten, Aussagen Beteiligter und Vermutungen wünschen.
Ich freue mich auf Ihre Antworten.
05.11.2026 20:13 Uhr