Bad Windsheim - Die schwierige Verkehrslage in Bad Windsheim entspannt sich: Ab Freitagnachmittag ist der Bahnübergang Oberntiefer Straße wieder befahrbar. Zudem steht nun auch fest, wann die Kreuzung Johanniterstraße/Nordring/Westring wieder frei sein soll.
06.11.2026 12:44 Uhr

Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger hatten es in diesen Wochen nicht einfach, in Bad Windsheim von A nach B zu kommen. Vor allem die gleichzeitige Sperrung der Verkehrsknotenpunkte Bahnübergang Oberntiefer Straße und Kreuzung „an der alten Post“, sprich von Johanniterstraße/Westring/Nordring, zwang Einheimische und Gäste zu längeren Umwegen.

Doch nun ist die Wiedereröffnung beider Stellen absehbar. Am Freitag, 6. November, stand gegen 12 Uhr endlich endgültig fest: Die Absperrungen werden abgebaut, der Bahnübergang an der Oberntiefer Straße ist ab dem Nachmittag wieder für Autofahrer sowie Fußgänger und Radfahrer nutzbar. Alleine der neu gebaute Gehweg westlich der Bahnschranken ist noch nicht fertig und bleibt gesperrt.

Neuigkeiten gibt es auch zum Kreuzungsbereich an der Ringstraße um die Altstadt: Die Kreuzung Johanniterstraße/Nordring/Westring soll in der Kalenderwoche 46, also ab dem 9. November 2026, asphaltiert werden. Das erklärte Wolfgang Roth aus dem Tiefbauamt der Stadt auf Nachfrage unserer Redaktion. Im Detail heißt das: Mittwoch und Donnerstag, 11. und 12. November, wird Unterboden und Fahrbahndecke aufgebracht. Freitag, 13. November, sollen Markierungen folgen, die Straße aber schon frei sein. Dann ist auch die einzige Ampelkreuzung der Stadt wieder nutzbar.

Doch warum hat es mit dieser Baustelle so lange gedauert? Die Baustelle in der Johanniterstraße mit einem geplanten Wasserlauf wird sich nach Einschätzung von Wolfgang Roth wohl noch bis Frühjahr 2027 hinziehen. Die Maßnahme an der Kreuzung zu Westring und Nordring sollte dagegen eigentlich zum Ende der Sommerferien, Mitte September, abgeschlossen sein.

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<p>Die Kreuzung „an der alten Post“ (rechts am Bildrand) in Bad Windsheim ist derzeit noch gesperrt.</p> © Stefan Blank

Darum hat die Baustelle an der Kreuzung in Bad Windsheim so lange gedauert

Doch Keime in den neu verlegten Wasserleitungen machten den Verantwortlichen einen Strich durch die Rechnung. Zwar sei das Ausmaß der Belastung unbedenklich, angeschlossen ans Netz werden konnten die Rohre aber erst, als bei den wöchentlichen zwei Proben keine Keime mehr festgestellt wurden. Wie Thomas Hartlehnert, der Leiter der zuständigen Stadtwerke Bad Windsheim, auf Nachfrage bestätigt, war das nun erst Ende Oktober der Fall.

Wie es dazu kommen konnte? Da gebe es unterschiedliche Möglichkeiten. „Das ist eine sehr empfindliche Sache“, sagte Adriane Winkler, Nachfolgerin von Stadtbaumeister Ludwig Knoblach, im Gespräch mit unserer Redaktion. Schon ein in die Leitung gelangtes Staubkorn könnte die Werte verursacht haben.

Das Problem war jedoch, dass die gesamte Kreuzung wochenlang aufgrund der Keime in den Wasserrohren nicht befahrbar war. Nun soll die Fahrbahndecke endlich wiederhergestellt werden, damit der Verkehr rollen kann.

Dieser Artikel wurde erstmals am 3. November 2026 veröffentlicht und am 6. November aktualisiert.