
Mit ordentlich Rückenwind aus dem 25:23-Sieg vom vorherigen Wochenende beim SV Buckenhofen und einer großen Portion Motivation gingen die Handball-Damen des TV Altdorf am Samstag in die Partie gegen den SC Eltersdorf. Die Erlanger hatten zuvor einen Sieg und ein Unentschieden erreicht, dreimal gingen sie als Verlierer vom Feld. Die Favoritenrolle war demnach klar, doch unterschätzen wollte Altdorf die Gegnerinnen keinesfalls. Mit Astrid Hamann und Claudia Steigerwald standen immerhin zwei gefährliche Spielerinnen in den Eltersdorfer Reihen, die beide bislang jeweils 28 Tore erzielten.
Dass die Partie kein Selbstläufer werden würde, zeigte sich bereits in den ersten Spielminuten. Wie schon in den vergangenen Spielen erwischten die Altdorferinnen einen zähen und holprigen Start. Trotz jeder Menge Einsatz wollte es zunächst nicht so recht rundlaufen. Dennoch erarbeiteten sich die Gastgeberinnen bis zur zehnten Spielminute eine 7:4-Führung, beim Stand von 9:5 nahmen die Gäste ihre erste Auszeit.
Danach folgte allerdings ein Hänger, den Eltersdorf konsequent ausnutzte. Die Gäste kämpften sich zurück und gingen in Führung. Doch dann kam der entscheidende Wendepunkt: Judith Siems erzielte in der 25. Spielminute den Ausgleich zum 12:12 und brachte damit den Knoten zum Platzen. Von nun an gelang dem TVA Tor um Tor, zur Pause stand stand eine knappe, wenngleich verdiente 15:13-Führung zu Buche.
Coach Jürgen Heubeck findet die richtigen Worte
In der Kabine schwor Altdorfs Trainer Jürgen Heubeck sein Team noch einmal ein: In der Abwehr müsse besser zusammengearbeitet werden, im Angriff sollten die Chancen konsequenter genutzt werden. Dies setzten die Damen dementsprechend um. Nach dem Wiederanpfiff legten die Altdorferinnen los wie die Feuerwehr. Insbesondere Hannah Feder hatte Feuer gefangen und versenkte gleich drei Würfe in Folge im gegnerischen Tor. Die Führung wuchs sukzessive an, die Stimmung auf der Tribüne und auf der Altdorfer Bank war grandios und auch das Zusammenspiel in der Abwehr funktionierte fortan immer besser.
Nach und nach fanden die Altdorfer Damen zu ihrem starken Spiel zurück und setzten sich immer deutlicher ab. Die beiden Torhüterinnen Lena Zürchauer und Alina Buttcher hielten ihren Kasten ordentlich sauber und parierten gemeinsam drei Siebenmeter. Auch die Emotionen kamen dabei nicht zu kurz: Insgesamt zehn Zeitstrafen, zwei gelbe Karten und eine rote Karte gegen die Nummer 17 des SC Eltersdorf nach einem Foul an Vanessa Hiller und anschließendem Meckern sorgten für zusätzliche Aufregung.
Miriam Feder mit neun Toren
Am Ende stand ein deutlicher 36:20-Heimerfolg auf der Anzeigetafel in der Klaus-Wolfermann-Halle – ein verdienter Sieg, der vor allem durch eine überragende zweite Halbzeit besiegelt wurde. Auch offensiv gab es allen Grund zum Jubeln: Miriam Feder war mit insgesamt neun Treffern die erfolgreichste Torschützin, Vanessa Hiller und Youngster Hannah Feder steuerten jeweils starke acht Tore bei.
Nach einem spielfreien Wochenende geht es für die Altdorfer Bezirksoberliga-Damen am Samstag, 7. November (19 Uhr), mit dem wohl schwersten Auswärtsspiel beim HC Erlangen II weiter. Der HCE ist tadellos in die Saison gestartet und führt die Tabelle mit 10:0 Punkten und einem Torverhältnis von 178:122 souverän an. Der TV Altdorf hingegen kletterte durch den dritten Sieg im sechsten Spiel auf Tabellenplatz 4.
In die Partie in Erlangen gehen die Altdorferinnen als klarer Außenseiter und können dabei nur positiv überraschen.
Für Altdorf spielten: Lena Zürchauer (TW), Alina Buttcher (TW), Vanessa Hiller (8), Angelina Habranke (1), Jessica Werner (1), Michaela Heubeck, Melanie Häusler (2), Miriam Feder (9/3), Petra Übelmesser (3), Julia Brix (1), Judith Siems (2), Manuela Wenst (1), Hannah Feder (8/3), Lena Vogel.
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