
Der Versicherungskonzern Generali richtet seine Standorte in Deutschland neu aus - mit unmittelbaren Auswirkungen für Nürnberg. Wie das Unternehmen mitteilt, soll der Standort in der Äußeren Sulzbacher Straße aufgegeben werden. Laut den bisher veröffentlichten Plänen werden die bislang in Nürnberg tätigen Teams nach München verlagert. Über die konkrete Umsetzung will Generali mit dem Konzernbetriebsrat verhandeln.
Die Deutschland-Tochter des italienischen Generali-Versicherungskonzerns soll in den nächsten Jahren umgebaut werden. Bisher beschäftigt das Unternehmen mit Hauptsitz in München rund 9.100 Personen. Anfang des nächsten Jahrzehnts sollen es 800 weniger sein.
Kündigungen sollen in Nürnberg vermieden werden
Laut Personalvorstand Arne Benzin gilt auch für die 250 Beschäftigten aus Nürnberg bis Ende 2030 eine Standort- und Arbeitsplatz-Garantie. Man wolle zum Abbau Altersteilzeit, geplante Renteneintritte und natürliche Fluktuation nutzen, Kündigungen sollen vermieden werden.
Generali versichert Unternehmen und bietet zudem Lebensversicherungen, Hausratsversicherungen, Privathaftpflichtversicherungen, Kfz-Versicherungen, Wohngebäude- und Unfallversicherungen für Privatleute an.
Neben Nürnberg schließt Generali auch die Standorte Aachen und Stuttgart. Die Beschäftigten dort sollen nach Köln beziehungsweise Karlsruhe wechseln. Weitere Regionalzentren sind in Hamburg und Saarbrücken geplant. Die Standorte Frankfurt, Leipzig und Berlin sollen bestehen bleiben.
Mit dem Umbau will der Versicherer seine Strukturen vereinfachen und stärker auf Digitalisierung und Künstliche Intelligenz setzen. Dafür plant der Konzern Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe. Zugleich will Generali bestimmte Aufgaben künftig von externen Dienstleistern erledigen lassen.
Für die Beschäftigten in Nürnberg ist die Zukunft damit nicht allein eine Frage des neuen Arbeitsorts. Wie viele von ihnen tatsächlich nach München wechseln können und wollen und welche Folgen die Standortschließung für ihre Arbeitsplätze hat, ist offen.


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