Roth - Eine Wanderausstellung zeigt vom 15. bis 22. Oktober, wie fairer Handel Menschen stärkt.
10.10.2026 14:02 Uhr

Die katholische Pfarrei Roth und der Weltladen Roth laden am Donnerstag, 15. Oktober, um 19 Uhr zum „Burundi-Abend“ in das katholische Pfarrheim ein. Der Rother Pfarrer Klaus Meyer, der seit vielen Jahren Kontakte in das ostafrikanische Land pflegt, berichtet über seine Besuche dort sowie über die Kooperation zwischen der Diözese Eichstätt und der Erzdiözese Gitega. Sie besteht seit 50 Jahren und umfasst neben kirchlichem Austausch auch Projekte zur Bildungs- und Versöhnungsarbeit.

Beim Burundi-Abend geht es auch um Geschichte, Gesellschaft und Politik des Landes, das immer wieder durch Kämpfe zwischen den Stämmen der Hutu und Tutsi erschüttert wird. Pfarrer Meyer informiert in diesem Zusammenhang über die Versöhnungsarbeit von Alt-Erzbischof Simon Ntamwana, der im Juli zu einem Besuch in Roth weilte.

Burundi-Kaffee unterstützt Kleinbäuerinnen und Kleinbauern

Ein zentrales Bindeglied ist der „Burundi-Kaffee“, der im Weltladen Roth erhältlich ist. Der Laden wird von der evangelischen Gemeinde Roth getragen und durch die katholische Pfarrei unterstützt. Der Kaffee wird vom Fair-Trade-Handelshaus WeltPartner importiert und stammt aus Partnerschaften mit dem burundischen Genossenschaftsverband Cococa.

Durch den Kauf des Kaffees unterstützt man rund 28.000 Kleinbäuerinnen und Kleinbauern. Faire Preise, transparente Lieferketten und Projekte in Agrar- und Forstwirtschaft sichern das Einkommen der Familien, schützen vor Erosion und schaffen nachhaltige Zukunftsperspektiven. Marina Malter, Bildungsreferentin und Leiterin des Kolping-Bildungszentrums Roth-Schwabach, informiert bei dem Abend über Lieferketten, Agrarprojekte und fairen Handel.

Wanderausstellung zeigt die Wirkung des fairen Handels

Eröffnet wird an dem Abend die Wanderausstellung „Fair gehandelter Kaffee wirkt!“, die vom 15. Oktober bis 22. Oktober in der katholischen Kirche zu sehen ist. Anschließend macht sie vom 23. bis 29. Oktober in der evangelischen Stadtkirche Station. Die Eröffnung erfolgt beim ökumenischen Friedensgebet am Freitag, 23. Oktober, um 18 Uhr. Auf acht Themenwänden veranschaulicht die Ausstellung am Beispiel des „Café du Burundi“, wie partnerschaftlicher Handel Menschen stärkt.