Nürnberg - Tausende Module auf 5,4 Hektar Fläche: Im Stadtteil Katzwang entsteht Nürnbergs erster großer Solarpark. Die Baufortschritte sollen bald zu sehen sein. Bauherrin und Betreiberin ist eine Firma mit Hauptsitz in Nürnberg.
06.10.2026 17:31 Uhr

Über 7000 Solarmodule auf einer Fläche von 5,4 Hektar: Ab sofort beginnt der Bau des Solarparks Katzwang. Am Montag, den 5. Oktober 2026, vollzogen unter anderem Nürnbergs Zweiter Bürgermeister Andreas Krieglstein und die Leiterin des Umweltreferats Britta Walthelm sowie die Greenovative-Geschäftsführer den offiziellen Spatenstich des neuen Solarparks im Nürnberger Stadtgebiet. Nach Firmenangaben ist es gleichzeitig ihr 100. Solarpark. Sie plant und baut die Anlage in Katzwang und wird sie auch betreiben. Bereits am Flughafen Nürnberg und auf dem Dach der NürnbergMesse hat das Unternehmen PV-Anlagen umgesetzt.

Nachhaltigkeit, so Krieglstein, sei längst kein reines Umweltthema mehr, sondern ein harter Faktor für Wirtschaftlichkeit. Um globale Klimaziele zu erreichen, müsse man sie auf die Regionen herunterbrechen.

Pachtverträge erlauben es, die Fläche als Solarpark und als Grünland zu nutzen

Der rund 4,6 Megawatt-Peak (MWp) starke Solarpark Katzwang wird nach Inbetriebnahme jährlich rund 5,4 Millionen Kilowattstunden sauberen Strom produzieren, so Greenovative. Das entspreche dem Bedarf von mehr als 1500 Vier-Personen-Haushalten. Darüber hinaus werden pro Jahr etwa 1900 Tonnen CO₂ eingespart. Mit den Eigentümern der Fläche wurden Pachtverträge geschlossen.

Greenovative-Geschäftsführer Bernd Fuchs betonte, dass Solarstrom die günstige Form der Energiegewinnung ist. „Aber die Sonne scheint nicht immer, daher benötigen wir schnell deutlich mehr Speicher, mehr Flexibilität und Sektorkopplung. Wir haben in Deutschland in der Stromwende schon viel erreicht, aber dürfen uns jetzt nicht ausruhen.“

Das zum Stadtteil Katzwang zählende Areal liegt an den Grenzen zum Markt Wendelstein (Landkreis Roth) und zu Schwabach. Der Solarpark soll Strom erzeugen und speichern, die Fläche wird trotzdem weiterhin als Grünland wirtschaftlich genutzt werden. Das Unternehmen Greenovative mit Hauptsitz in Nürnberg fördert den Bau und Betrieb von Solarparks deutschlandweit. Aktuell befinden sich über weitere 100 Projekte in der Genehmigungsphase, teilt die Firma mit.