Gunzenhausen - Die Arbeitslosenzahlen im Gebiet der Arbeitsagentur Ansbach-Weißenburg steigen leicht, während die wirtschaftliche Zurückhaltung bei der Vergabe neuer Stellen spürbar bleibt.
03.10.2026 12:00 Uhr

Im September gab es im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen wieder ein wenig mehr Arbeitslose. Wie der Bericht der Agentur für Arbeit verrät, bleibt die wirtschaftliche Lage weiterhin eingetrübt. Arbeitgeber melden weniger Stellen als im August.

Wie Bettina Fröhlich, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ansbach-Weißenburg sagt, sei das Minus in ihrem Agenturbezirk sei zwar typisch für die Jahreszeit. „Viele junge Menschen starten nach der Schule oder Ausbildung in Beschäftigung. Das stützt den Rückgang.“ Im Vergleich zum Vorjahr bleibe die Zahl der Arbeitslosen aber leicht höher.

Der regionale Arbeitsmarkt zeige grundlegende Stabilität, aber „die wirtschaftliche Zurückhaltung dämpft weiterhin die Entwicklung.“ Zudem würden sich Arbeitgeber im gesamten Bereich Ansbach-Weißenburg zurück halten, neue Jobs zu melden. „Das merken wir deutlich“, so Fröhlich weiter.

Die Arbeitslosenquote im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ist laut Bericht im Vergleich zum August und zum Vorjahr gleichgeblieben und liegt bei 3,7 Prozent. Die Zahl der Arbeitslosen (2047) ist leicht gestiegen, im Vergleich zum Vormonat um 21.

Die Unternehmen des Landkreises Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen meldeten insgesamt 123 neue Stellen, das sind 68 weniger als vor einem Monat. Insgesamt sind 884 Stellen frei (August: 914).

Bei der Agentur für Arbeit, die Arbeitslosengeld I auszahlt, sind 1134 Personen arbeitslos gemeldet, 13 weniger als im Vormonat. Sie betreut alle kurzfristig Arbeitslosen. Beim Jobcenter sind mit 913 Personen 34 mehr arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Diese Menschen sind meist länger arbeitslos und beziehen beispielsweise Bürgergeld. Im Vergleich zum Vorjahr nahm die Arbeitslosigkeit im Bereich der Agentur für Arbeit um 27 Personen zu, im Bereich des Jobcenters nahm sie um 26 ab.

Insgesamt meldeten die Betriebe im Landkreis 781 neue Stellen im Laufe des Septembers. Das sind 142 weniger als im Vormonat. Es gibt insgesamt 4171 offene Stellen - vier mehr als im August.

Der größte Anteil an freien Stellen im Bestand kommt mit 937 aus dem verarbeitenden Gewerbe, also aus der Industrie. Danach folgt das Baugewerbe mit 541 offenen Arbeitsstellen. Im Gesundheitswesen sind 504 Stellen zu besetzen und in der Arbeitnehmerüberlassung 485. Der Groß- und Einzelhandel meldet 347 Arbeitsplätze und das Gastgewerbe 196.

Im Landkreis Ansbach gibt es mehr neue Stellen

Im Landkreis Ansbach blieb die Arbeitslosenquote ebenfalls mit mit drei Prozent gleich. Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen nahm im Vergleich zum Vormonat um 40 ab und liegt jetzt bei 3328. Die Betriebe meldeten insgesamt im September 311 neue Stellen und damit 30 weniger als vor einem Monat. Insgesamt sind 1665 Stellen frei, 19 mehr als im August.

Mit 2119 Personen sind 41 weniger kurzfristig arbeitslos gemeldet als im Vormonat. Beim Jobcenter sind 1209 Personen arbeitslos gemeldet, eine Person mehr als im August.

Im Landkreis Roth sinkt die Arbeitslosenquote leicht

Im Landkreis Roth fiel die Arbeitslosenquote leicht auf 2,4 Prozent (Vormonat: 2,5 Prozent, Vorjahr: 2,5 Prozent). Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen ist mit 1780 im Vergleich zum Vormonat um 93 gesunken und im Vergleich zum Vorjahr um 46. Die Arbeitgeber meldeten hier insgesamt 215 neue Stellen. Insgesamt 1121 Stellen sind frei (August: 1137).

Laut Fröhlich agieren die Arbeitgeber bei Neuverpflichtungen vorsichtig, solange der konjunkturelle Aufschwung ausbliebe. „Die Nachfrage konzentriert sich weiterhin sehr gezielt auf Fachkräfte, während der allgemeine Personalaufbau ausbleibt.“

Trotzdem betont Fröhlich, dass die Agentur für Arbeit Menschen dabei unterstütze, ihren beruflichen Weg neu auszurichten - das gelte für Arbeitslose ebenso wie für Arbeitssuchende, die sich beruflich umorientieren wollen oder müssen. „Wir prüfen unter anderem Möglichkeiten der Qualifizierung oder Förderung.“