Pilsach - Beim Auftakt der Schmankerlwochen in Neumarkt reichte das Angebot von der Kräuter-Brätstrudelsuppe bis zur Pumpkin-Spice-Latte-Eiscreme. Die Gäste erlebten einen Abend voller regionaler Spezialitäten.
01.10.2026 13:00 Uhr

Einen rundum gelungenen Abend konnten die Gäste des Eröffnungsessens der Schmankerlwochen 2026 im Hotel Gasthof Am Schloss in Pilsach genießen. Die Familie Heidner und ihr Team setzten für die geladenen Gäste auf starke Aromen, saisonale Zutaten und regionale Qualität. Für den ersten Vorsitzenden des Tourismusverbandes Neumarkt begrüßte dessen Geschäftsführer Rainer Seitz souverän und mit großer Herzlichkeit die Gäste. Erstmals saßen alle teilnehmenden Schmankerlwirte, alle Vertreter der Neumarkter Brauereien und die zahlreichen Unterstützer und Förderer der 36. Neumarkter Schmankerlwochen in geselliger Runde beisammen.

Nach einem herausfordernden Anzapfen auf der Terrasse des Gastgebers und den Grußworten des Neumarkter Oberbürgermeisters und Ehrenschmankerlkochs Markus Ochsenkühn und des Pilsacher ersten Bürgermeisters Stefan Heß gab der Herr des Hauses, Gerhard Heidner, einen kurzen Einblick in die Veränderungen der Gastronomie. „Früher hat man einfach gesagt: Es gibt was Gutes zum Essen – heute braucht jedes Gericht am besten noch eine Geschichte, einen regionalen Bezug und natürlich einen möglichst schönen Namen.“ Aber eines ist zum Glück gleich geblieben: „Wenn es schmeckt, dann schmeckt’s.“ Und genau darum geht es bei den Schmankerlwochen. Die Menschen sitzen beieinander und genießen.

Tischgebet, Witz und ein Menü mit regionalen Zutaten

Pfarrer Norbert Winner, ebenfalls mit der Ehrenschmankerlkoch-Würde ausgezeichnet, sprach das Tischgebet und kam um seinen bereits traditionellen Witz vor dem Essen nicht herum: Nach zwei Töchtern erwartete ein Ehepaar sein drittes Kind. Von dessen Aussehen war der Vater entsetzt und er bezichtigte seine Frau des Fremdgehens, worauf diese meinte: „Diesmal nicht.“

Dunkles Schokoladenmousse mit marinierten Waldbeer
<p>Der Nachtisch war ein „Dialog aus Tradition und Moderne“: Dunkles Schokoladenmousse mit marinierten Waldbeeren und Pumkin-Spice-Latte-Eiscreme.</p> © Helmut Sturm

Zur Einstimmung auf den Abend gab es eine Kräuter-Brätstrudelsuppe mit Schmelzzwiebeln und Gemüsewürfeln. Beim Hauptgang hatten die Gäste die Wahl zwischen einer Gnocchi-Kürbispfanne und Schweinefiletfetzen unter einer Wirsinghaube. Als ein Dialog aus Tradition und Moderne entpuppte sich der Nachtisch mit einer dunklen Schokomousse mit marinierten Waldbeeren und einer Pumpkin-Spice-Latte-Eiscreme. Nach 36 Jahren Schmankerlwochen und als Mann der ersten Stunde sagte Gastgeber Heidner: „Es ist schön, dass diese Idee immer noch lebt. Ein großer Dank an die vielen Menschen, die mitgemacht, mitgekocht, organisiert, serviert, probiert und wahrscheinlich auch das eine oder andere Gericht verworfen haben. Das alles zusammen macht die Schmankerlwochen aus.“

Musik und eine stille Erinnerung prägten den weiteren Abend

Absolutes Stehvermögen zeigte das Duo Bröslschmarrn. Sie unterhielten den Abend prächtig, vom Fassanstich bis zum letzten Gast. Gedanklich eingewoben in die durchgehende Fröhlichkeit des Abends war ein schwerwiegender Verlust: Für immer fehlte Heiner Zuckschwert. Ihm wurde in einer Schweigeminute gedacht. Den Stammgästen war er über den prächtigen und der Jahreszeit entsprechenden Blumenschmuck der jeweiligen Schmankerlveranstaltungen trotzdem präsent. Seine Frau Traudl und seine Tochter Susi führen seine seit Jahrzehnten geleistete Unterstützung der Neumarkter Schmankerlwochen in seinem Sinne weiter.