
Das Bistum Eichstätt hat eine weitere Unabhängige Ansprechperson für den Bereich sexualisierte Gewalt benannt. Rechtsanwältin und Fachanwältin für Familienrecht Silke Bienert ergänzt das bestehende Beratungsangebot. Sie ist zudem Diplom-Sozialpädagogin mit dem Schwerpunkt Familienhilfen. „Ich habe großen Respekt vor dieser verantwortungsvollen Aufgabe, für die ich mich sehr gerne bereiterklärt habe. Ich finde es wichtig, dass Menschen, die in unserer Kirche Leid erlebt haben, gehört und begleitet werden“, sagte Bienert.
In ihrer Praxis habe sie viel mit Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu tun. „Ich glaube, dass es wichtig ist, die Wunden, die entstanden sind, nicht zu verdecken, sondern genau hinzuschauen – wenn die Betroffenen das wollen. Ich freue mich, wenn ich dazu beitragen kann“, so Bienert weiter. Als weitere Unabhängige Ansprechpersonen stehen Dr. Werner Merkle sowie Felizitas Schweitzer M.A. zur Verfügung. Mit der Erweiterung soll das unabhängige Beratungsangebot gestärkt und ausgebaut werden.
Bistum Eichstätt veröffentlicht Faltblatt mit Beratungsangeboten für Opfer
Das Bistum Eichstätt hat seine Hilfs- und Beratungsangebote für Ratsuchende im Kontext sexualisierter Gewalt in der Kirche in einem neuen Faltblatt zusammengefasst. Die Broschüre steht ab sofort auch auf der Internetseite des Bistums zum Download zur Verfügung und soll eine schnelle Orientierung bieten. Das Faltblatt informiert über die verschiedenen Anlaufstellen innerhalb des Bistums – von Intervention über Prävention bis hin zur Aufarbeitung – und gibt Hinweise, an wen sich Betroffene, Angehörige oder Hinweisgebende je nach Anliegen wenden können.
Ziel ist es, den Zugang zu Unterstützung so niedrigschwellig wie möglich zu gestalten und klare Wege aufzuzeigen. Neben internen Kontaktstellen werden auch unabhängige Stellen aufgeführt. Betroffene können sich beispielsweise an die Unabhängigen Ansprechpersonen wenden, um ihr Anliegen zu besprechen oder Anerkennung ihres Leids zu suchen. Das Bistum Eichstätt betont, dass Betroffene sexualisierter Gewalt sowie Personen, die entsprechende Vorfälle wahrgenommen haben, umfassende Unterstützung und Beratung erhalten können.
Bistum Eichstätt stellt Wegweiser für Betroffene online zur Verfügung
Das neue Faltblatt dient dabei Betroffenen sowie ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeitenden als Wegweiser, um schnell den passenden Kontakt zu finden. Das Faltblatt ist im Internet unter https://bistum.org/3r9 abrufbar und kann von kirchlichen Einrichtungen über praevention@bistum-eichstaett.de bestellt werden.
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