
Anna Wiest aus Greding wurde zur neuen Altmühltaler Lamm-Königin ernannt. Die 23-Jährige übernimmt das Amt für zwei Jahre. Die offizielle Krone erhält sie beim Altmühltaler Lamm-Auftrieb am 16. und 17. Mai in Mörnsheim. Am Donnerstag stellten die Projektbeteiligten die designierte Repräsentantin im Informationszentrum Naturpark Altmühltal in Eichstätt vor.
Wiest befand sich im Januar in Neuseeland, als zur Bewerbung für die neue Königin aufgerufen wurde. Ihre Mutter las zu Hause in Litterzhofen den Zeitungsartikel und leitete ihn an ihre Tochter weiter. Die 23-Jährige bewarb sich daraufhin um das Amt. Ihre Auslandserfahrungen in Neuseeland und Malta zeigten ihr die Einzigartigkeit ihrer Heimat. Mittlerweile lebt sie in Greding und arbeitet im Marketing.
Altmühltaler Lamm-Königin Mack sammelte bei Grüner Woche und Söder-Empfang zahlreiche Auszeichnungen
Wiest ist seit ihrer Jugend mit Schafen verbunden. Ihre Eltern betrieben früher eine Milchvieh-Landwirtschaft und halten seit zehn Jahren eine Hobbyherde mit zwölf Mutterschafen, einem Bock und einer wechselnden Zahl von Lämmern. Die Familie übernahm die ersten Tiere von einem verstorbenen Schäfer und zog sie mit der Flasche auf. Anna Wiest übernahm diese Aufgabe gerne.
Die bisherige Altmühltaler Lamm-Königin Annemarie Mack gab bei der Vorstellung Einblicke in die kommende Amtszeit. Mack vertrat das Altmühltaler Lamm bei der Grünen Woche in Berlin, beim Neujahrsempfang von Ministerpräsident Markus Söder, auf dem Weihnachtsmarkt in Anglet und vor Kindergartenkindern. Sie sammelte während ihrer Amtszeit zahlreiche Pins und Abzeichen an ihrer Königinnenschärpe. Bei der Deutschen Hopfenzupfenmeisterschaft in der Hallertau gewann sie den ersten Platz.
Naturpark Altmühltal würdigt Macks Verdienste um regionales Lammfleisch und Landschaftsschutz
Die Projektverantwortlichen bedankten sich bei Mack für ihr Engagement. Christoph Würflein, Geschäftsführer des Naturpark Altmühltal, Mörnsheims Bürgermeister Richard Mittl, Erich Neulinger, Vorsitzender des Vereins der Hüteschäfer im Naturpark Altmühltal, und Klaus Amann, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbands Kelheim, lobten ihre Arbeit. Würflein betonte, dass Mack nicht nur das Altmühltaler Lamm als regionales Produkt gestärkt, sondern auch dessen Bedeutung für den Landschaftsschutz hervorgehoben habe.
Die Schäfer bewahren seit Jahrhunderten mit ihren Herden die artenreichen Wacholderheiden vor dem Verbuschen. Ohne sie gäbe es nur noch Wald. Der Wechsel aus Wald, Wacholderheiden und Flusstälern macht den landschaftlichen und touristischen Reiz des Naturpark Altmühltal aus. Schäfer Neulinger ergänzte, dass das vor 30 Jahren ins Leben gerufene Projekt die Vermarktung des Lammfleisches rentabler gemacht und der Schafhaltung eine stärkere Stimme in der Politik verliehen habe. Die Vereinten Nationen haben 2026 zum Internationalen Jahr der Weidelandschaften und des Hirtentums ausgerufen, um Bauern und Hirten weltweit mehr Gehör zu verschaffen.
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