Nürnberg/Neumarkt - Der niederbayerische Schuh-Händler Sutor steckt in der Krise. Für mehrere Unternehmen der Gruppe sind Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet worden. Auch in Nürnberg und Neumarkt hat der Händler Filialen.
03.04.2026 17:55 Uhr

Für mehrere Unternehmen der Sutor-Gruppe mit Sitz in Altdorf bei Landshut sind Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet worden. Das berichten das Branchenportal Shoez und weitere Medien. Betroffen seien die vier Gesellschaften Sutor Schuh GmbH, FJ Trading GmbH, Happy Lagerverkauf GmbH und Sutor GmbH & Co. KG.

Die Verfahren werden in Eigenverwaltung geführt, wodurch die Geschäftsführung weiterhin im Amt bleibt, jedoch von einem Sachwalter begleitet wird, heißt es bei Shoez weiter. Auch im Nürnberger Franken-Center hat das 1934 gegründete Unternehmen eine Filiale, Neumarkt und Amberg sind ebenfalls Standorte. Über Schließungen ist derzeit nichts bekannt.

Insgesamt betreibt Sutor über 40 Filialen - auch unter dem Namen Happy Schuh - und beschäftigt laut Medienberichten rund 400 Mitarbeiter. Der Online-Shop sutor.de ist momentan nicht erreichbar, dort heißt es, er befinde sich wegen eines Lagerumzugs im Wartungsmodus. Es werde mit Hochdruck daran gearbeitet, schnellstmöglich wieder online zu sein.

Erst Anfang des Jahres hatte der Berliner Unternehmer Steffen Liebich den bayerischen Schuh-Händler übernommen. Nur wenige Tage später, am 8. Januar, wurde Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Hintergrund seien wirtschaftliche Schwierigkeiten, die zu Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung geführt hätten, berichtet Shoez. Die Unternehmen sollen allerdings fortgeführt und strukturell neu aufgestellt werden.