
Auf Einladung der Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen absolvierte die erfolgreiche Kinderbuchautorin Suza Kolb neun Lesungen vor rund 600 Kindern. Susanne Rebscher hatte sich bereits als Sachbuchautorin für Kinder einen Namen gemacht, doch dann kam die „Haferhorde“. Mit den Abenteuern, die Schoko, Keks und Toni auf dem Ponyhof erleben, hat sie sich unter dem Pseudonym Suza Kolb einen Platz in den Kinderherzen erobert.
Über eine Million Haferhorden-Bücher, CDs und Tonies stehen bereits in den Kinderzimmern. Mittlerweile können sich ihre Fans im Alter von sechs bis elf Jahren auf Band 23 „Da wiehert ja der Bürgermeister“ freuen. Die Stadt- und Schulbücherei Gunzenhausen hat die vielseitige Autorin für neun Lesungen zu einem dreitägigen Lese-Marathon nach Gunzenhausen eingeladen.
Schulklassen treffen Autorin live
Rund 600 Kinder aus der Grundschule Süd, der Stephani-Grundschule, der Astrid-Lindgren-Grundschule Gnotzheim und der Grundschule Muhr am See hatten so Gelegenheit, die Autorin und ihre Haferhorde kennenzulernen. Auch Fragen konnten die Schülerinnen und Schüler stellen, und manchmal gab es da für Suza Kolb auch neue und sehr originelle Fragestellungen: „Was würdest du sagen, ist Schriftstellerin ein stressiger Job oder ein cooler Job?“
Für Suza Kolb, die bereits im Alter von neun Jahren ihre ersten selbst ausgedachten Geschichten mit der Schreibmaschine aufgeschrieben hat, ist „cool“ die eindeutige Antwort. Sie sei schon immer ein „Pferdemädchen“ gewesen, erzählt sie. Sie hat selbst ein Pferd, kennt die gesellige Reiterhof-Atmosphäre. Was ihr aber besonders Spaß macht: Ihre Hauptfiguren sind zwei freche Shetland-Ponys, und ihr bayrisch-geruhsamer Haflinger-Freund Toni muss immer mit dabei sein, wenn die beiden mal wieder ausbüxen.
Abenteuer aus Band 20 vorgestellt
Im 20. Band „Mit allen Pony-Wassern gewaschen“ legen sich Schoko, Keks und Toni mit zwei fiesen Pferdedieben an. Diese „gemeinen Zweibeiner“ haben den edlen Hengst „Kavalier“ heimlich auf ihren Hänger geladen. Doch die drei von der Haferhorde fahren als blinde Passagiere mit, landen nach einer spannenden Flucht in einem Wildgehege und schließlich finden sie das perfekte Versteck in einer Auto-Waschanlage.
Viele Fragen hatten die Kinder nach den Lesungen an die Autorin, und Suza Kolb nahm sich Zeit und erläuterte, wie man das Schreiben zum Beruf machen könne. „Schreiben lernt man ja in der Schule, dann sei das Ganze eine reine Übungssache“, meinte die Autorin. Man brauche viel Fantasie, viel Geduld zum Schreiben und gute Ideen: So habe sie sich schon als Kind einen Pony-Helden ausgedacht, der sprechen konnte. An einem Haferhorden-Buch arbeitet Suza Kolb etwa vier Monate, und seit 2001 hat sie insgesamt 70 Kinderbücher geschrieben.
Keine Kommentare