Ansbach - Erst beim Verladen entwischt, dann der Festnahme entzogen und schließlich noch Einbruch in einen fremden Garten: Ein stattlicher Jungbulle hielt am Montag die Polizei in Ansbach ordentlich auf Trab.
31.03.2026 13:05 Uhr

„Michi“ sorgte am Montagmittag, 30. März, für einen nicht ganz alltäglichen Einsatz der Polizei in Ansbach. Wie die Polizei mitteilte, war das gewichtige Tier am Vormittag bei einer Verladeaktion auf dem Gelände eines Rinderzuchtvereins entwischt und machte es sich nach einem „Räuber und Gendarm-Spiel“ in einer idyllischen Gartenoase gemütlich.

Zunächst sei das Zuchttier aber noch durch das Gewerbegebiet im Ortsteil Eyb spaziert, ehe es auf einem Firmengelände von den alarmierten Polizeistreifen „umzingelt“ werden konnte. Allerdings habe sich der Jungbulle – er wurde der direkten Ansprache wegen von den Polizisten kurzerhand „Michi“ getauft – nach einer halben Stunde des gegenseitigen Beäugens der beabsichtigten Festnahme entzogen: Unter Ausnutzung seiner Körperfülle zwängte er sich schließlich nach kurzer Flucht durch eine dicht gewachsene Hecke und fand sich in einem gepflegten Garten eines Einfamilienhauses in der Friedrich-Samhammer-Straße wieder.

Seelenruhig habe „Michi“ sodann die Garage sowie den schmucken Wintergarten inspiziert, heißt es weiter im Polizeibericht. Offensichtlich war es sehr zufrieden über sein neues Domizil, denn er ließ sich nun auf dem Rasen häuslich nieder und beobachtete das emsige Treiben in seinem Umfeld mit unverändert stoischer Ruhe. Um Gefahren für Personen oder Sachwerte zu verhüten, wurde durch den Einsatzleiter schließlich ein Tierarzt mit einem Betäubungsgewehr hinzugezogen. Die Maßnahme zeigte Wirkung und der Jungbulle trottete nun folgsam in den bereitgestellten Anhänger. Flurschaden entstand nach erster Einschätzung laut Polizei keiner.


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