
Der Frühling, er bringt nicht nur die Natur in Schwung, sondern in der Regel auch den Arbeitsmarkt. Die beiden vergangenen Jahre allerdings war diese Belebung nahezu ausgeblieben, heuer jedoch sieht es anders aus. „Positiv zu bewerten ist, dass wir im März einen Rückgang der Arbeitslosigkeit sehen, den wir in dieser Größenordnung zuletzt 2023 verzeichnet haben“, sagt Thomas Dippold, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Fürth, zu der neben den Städten Fürth und Erlangen auch die Landkreise Fürth, Erlangen-Höchstadt und Neustadt/Aisch–Bad Windsheim gehören.
Den positiven saisonalen Effekt führt Dippold vor allem auf die sogenannten Wiedereinsteller zurück, also Beschäftigte in Außenberufen, die sich über die Wintermonate vorübergehend arbeitslos gemeldet hatten, um jetzt, mit den ansteigenden Temperaturen, wieder in ihre Betriebe zurückzukehren. Zurückhaltender zeigten sich Arbeitgeber allerdings mit der Einstellung neuer Kräfte. Die Personalnachfage, so Dippold, bleibe insgesamt schwach. Auch zeige sich jüngst ein leichter Rückgang bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung.
Zwei Jahre fiel die Frühjahrsbelebung aus, jetzt kehrt sie nach Fürth und in den Landkreis zurück
Noch keine Auswirkungen zeigten hingegen die aktuellen Ereignisse im Nahen Osten. Zwar würden diese bereits die Wirtschaft belasten, auf dem Arbeitsmarkt seien sie aber noch nicht spürbar. „Das könnte sich ändern, wenn diese Krise länger andauern sollte“, so Dippold.
Der Blick auf die Zahlen in Fürth zeigt, dass auch hier die Arbeitslosigkeit im März gesunken ist. 4647 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 2 Prozent weniger als im Februar und 1 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5,9 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 6 Prozent. Die Unternehmen suchen auch weiterhin Mitarbeitende: 160 Stellen wurden im März neu gemeldet; das sind 45 weniger als im Vormonat, aber 19 mehr als vor einem Jahr. Aktuell befanden sich damit 736 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.
Ähnlich positiv sieht es im Fürther Landkreis aus. Auch dort ist die Arbeitslosigkeit gesunken. Im März waren 2226 Männer und Frauen auf Jobsuche, 3 Prozent weniger als noch im Februar, aber 4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3,3 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten unter dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 3,2 Prozent. Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 86 Stellen wurden im März neu gemeldet. Das waren 9 mehr als im Vormonat, aber ebenfalls 9 weniger als noch vor einem Jahr. Aktuell umfasst der Bestand der Arbeitsagentur für den Fürther Landkreis 477 freie Stellen.

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