Fürth - Der tragische Tod von Carsten Träger sorgt noch immer für Bestürzung: Der SPD-Bundestagsabgeordnete aus Fürth war am 21. März im Skiurlaub verstorben. Nun steht der Termin der öffentlichen Trauerfeier in seiner Heimatstadt fest.
28.03.2026 11:26 Uhr

Die Stadt Fürth, die SPD und die deutsche Politik nehmen Abschied von Carsten Träger. Der Fürther Bundestagsabgeordnete und Staatssekretär im Umweltministerium war am 21. März im Ski-Urlaub kollabiert und im Krankenhaus von Innsbruck im Alter von 52 Jahren verstorben. Nun steht der Termin für die offizielle Gedenkfeier fest.

Am Freitag, 10. April, findet um 15 Uhr in der Kirche St. Michael in der Fürther Altstadt die öffentliche Trauerfeier statt. Das bestätigte der SPD-Kreisvorsitzende Matthias Dornhuber der FN-Redaktion. Dazu werden zahlreiche Persönlichkeiten aus der Bundes- und Landespolitik erwartet. Man befinde sich noch mit der Familie in der Abstimmung sagte Dornhuber. Die Beisetzung der Urne findet zu einem späteren Zeitpunkt im engsten Familienkreis statt. Träger hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

Carsten Träger: Die Umwelt und ihr Schutz waren „seine Leidenschaft“

2013 war Carsten Träger als Kandidat für den Wahlkreis Fürth in den Bundestag eingezogen. 2017 reichte sein Listenplatz wegen des schlechten Abschneidens der SPD in Bayern zwar knapp nicht für die Wiederwahl, doch nach dem Tod eines SPD-Abgeordneten rückte er doch noch ins Parlament nach. 2021 und 2025 - inzwischen als Spitzenkandidat der bayerischen SPD - wurde er jeweils wiedergewählt.

Träger wirkte in Berlin zunächst als Obmann des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, 2018 wurde er umweltpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Seit September 2023 war er zudem Co-Vorsitzender der Landesgruppe Bayern in der SPD-Bundestagsfraktion.

Im Kabinett Merz wurde er im Mai 2025 zum Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit ernannt - sein „absoluter Wunschposten“, wie er im Gespräch mit unserer Redaktion bekannte. Ihm sei „wichtig, dass wir auch nachfolgenden Generationen einen lebenswerten Erdball hinterlassen“.

„Carsten war ein richtig guter Mensch, manchmal fast zu gut für die Politik“, mit diesen Worten hatte Fürths OB Thomas Jung seinen langjährigen Weggefährten gewürdigt.