
Am frühen Freitagmorgen, kurz nach sechs Uhr, gingen laut Bericht der Polizei gleich mehrere Notrufe über die Einsatzzentrale Oberfranken ein. Die Mitteilung lautete, dass ein Gabelstapler mitten auf der Autobahn A9, kurz vor dem Parkplatz Sperbes in südliche Richtung, liegen würde.
Die Streifenbeamten der Verkehrspolizeiinspektion Bayreuth und der Polizei Pegnitz fuhren daraufhin sofort zur Einsatzörtlichkeit. Vorfinden konnten sie dort einen größeren Gabelstapler, der auf seinen Rädern auf der mittleren Fahrspur stand. Ein „Verlierer“ des Staplers konnte jedoch vor Ort nicht angetroffen werden. Am Stapler war allerdings ein Wiederholungskennzeichen des dazgehörigen Lkw angebracht. Es konnte daraufhin ermittelt werden, dass der Stapler zu einer Spedition im Raum Leipzig gehört.
Durch das Herabfallen des Staplers entstand eine größere Stanzmarke auf der Fahrbahn. Der Schaden wird durch die Autobahnmeisterei Trockau, welche zusammen mit den Feuerwehren Plech und Ottenhof zur Absicherung vor Ort war, auf ungefähr 500 Euro geschätzt.
Gabelstapler auf der A9 bei Plech: Lkw-Fahrer meldete zunächst Diebstahl
Der Stapler konnte von der Fahrbahn verbracht und zwecks der Eigentumssicherung bei einer Abschleppfirma verwahrt werden. Einige Zeit später meldete sich der Disponent der betreffenden Firma telefonisch bei der Verkehrspolizeiinspektion Bayreuth.
Er war von dem Fahrer des Lkw angerufen worden, welcher ihm ganz aufgeregt mitteilte, dass sein Stapler gestohlen worden sei. Der Disponent hatte jedoch bereits eine Verkehrsmeldung mitgehört, die über den „verlorenen“ Gabelstapler berichtet hatte und inzwischen den Stapler elektronisch geortet. Somit konnte sowohl der „Verlust“ als auch der „Diebstahl“ in kürzester Zeit aufgeklärt und der Fahrer beruhigt werden.
Zwar kam es während der Bergungsarbeiten zu Stauungen, ein Unfall aufgrund des liegengebliebenen Staplers ereignete sich aber nicht. Den Fahrer erwartet nun eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige.
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