
Ein widerspenstiger Unfallfahrer hat die Verkehrspolizei in Mittelfranken am Donnerstagabend, 26. März, beschäftigt gehalten. Gegen 21 Uhr war ein 61-Jähriger mit seinem Mercedes-Kleintransporter auf der Autobahn unterwegs, wie die Verkehrspolizeiinspektion Feucht mitteilt. Aus Richtung Feucht kommend, wechselte er am Autobahnkreuz Nürnberg-Süd auf die zweispurige Tangente von der A73 auf die A6 in Fahrtrichtung Heilbronn. Dort wurde er von einem 43-jährigen VW-Fahrer überholt, was zu einem Zusammenstoß führte. Die genaue Ursache für den Zusammenprall war zunächst nicht bekannt. Bei dem Unfall wurde niemand verletzt, aber es entstand eine Sachschaden im niedrigen vierstelligen Bereich an den beiden Fahrzeugen.
Zunächst fuhren beide Unfallbeteiligten weiter, wenige Kilometer später hielten beide Fahrer aber auf dem Seitenstreifen der A6 an. Der 43-Jährige stellte dort aber lediglich eine Bierflasche und ein Cocktailglas ab und fuhr weiter auf der A6 in Richtung Westen, ohne sich um den Unfall weiter zu kümmern.
Polizei fahndet nach Autofahrer auf A6
Die Polizei leitete daraufhin eine Fahndung nach dem Mercedes-Kleintransporter ein und konnte den Mann im Dienstbereich der Verkehrspolizei Ansbach einige Kilometer weiter westlich schließlich einer Kontrolle unterziehen. Ein Atemalkoholtest bei dem 43-Jährigen ergab einen Wert von 1,6 Promille. Daraufhin unterband die Polizei die Weiterfahrt, beschlagnahmte den Führerschein und führte mit einem hinzugezogenen Arzt eine Blutentnahme durch.
Dabei wehrte sich der Mann und versuchte, sich loszureißen. Daraufhin musste er gefesselt und mit körperlicher Gewalt zu Boden gebracht werden. Anschließend konnte die Blutentnahme durchgeführt werden. Alle Beteiligten blieben unverletzt.
Gegen den 43-Jährigen werden jetzt Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Unerlaubten Entfernens vom Unfallort und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte geführt.
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