Erlangen - Geldregen für das Universitätsklinikum Erlangen: Der Medizintechnikhersteller Siemens Healthineers gibt über eine neue Stiftung eine Viertel Million Euro für medizinische Forschung am Standort. Bewerber können auf bis zu 70.000 Euro jährlich hoffen.
26.03.2026 14:09 Uhr

Siemens Healthineers wird über die nächsten fünf Jahre mit der neuen Namensstiftung „Foundation for Sustainable Healthcare“ die Forschung am Uniklinikum Erlangen mit 250.000 Euro unterstützen. Das geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung des Unternehmens und der Klinik hervor. Unter dem Dach der bestehenden Forschungsstiftung Medizin am Universitätsklinikum Erlangen sollen so medizinisch-wissenschaftliche Projekte mit einem Bezug zum Themenkomplex „Nachhaltigkeit in der Medizin“ gefördert werden.

Eine entsprechende Vereinbarung wurde am 26. März im Uni-Klinikum Erlangen unterzeichnet. Dank des Matching-Funds-Programms des Uniklinikums Erlangen und der Mitfinanzierung der Forschungsstiftung Medizin kann die Summe auf insgesamt 350.000 Euro aufgestockt werden. Alle wissenschaftlich tätigen Personen am Uniklinikum Erlangen können sich im Rahmen jährlicher Ausschreibungen für eine Förderung in Höhe von jeweils 70.000 Euro bewerben.

„Wir freuen uns sehr über die Unterstützung von Siemens Healthineers und bedanken uns für das Bekenntnis zur medizinischen Forschung und zum Wissenschaftsstandort Erlangen. Die Forschungsstiftung Medizin am Universitätsklinikum Erlangen wurde gegründet, um exzellente medizinische Forschung langfristig zu sichern und gesellschaftlich relevante Projekte zu fördern. Mit dieser finanziellen Zuwendung können wir unsere Ziele stärken und unsere Ausschreibungen um das Themengebiet Nachhaltigkeit in der Medizin erweitern“, sagte Stephan Achenbach, Vorsitzender des Vorstands der Forschungsstiftung Medizin.

Im ersten Jahr der Stiftung am Uniklinikum Erlangen im Fokus: Prävention und Früherkennung bei Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen

„Als Unternehmen sehen wir in diesem Förderprogramm einen wichtigen Impuls, um Innovationen schneller in die Versorgung zu bringen. Wir wollen innovative Projekte unterstützen, die das Potenzial haben, komplexe Krankheitsverläufe besser zu verstehen, individuelle Risikoprofile zu erstellen und präzise Interventionen frühzeitig einzuleiten. Gemeinsam können wir so die Gesundheitsversorgung insgesamt resilienter und nachhaltiger gestalten“, so Julia Andes, Senior Vice President Strategy & Customer Engagement bei Siemens Healthineers. „Durch ihr langfristig angelegtes strategisches Engagement dokumentiert die Stiftung sowohl ihre inhaltliche Ausrichtung als auch ihre ausgeprägte Verbundenheit mit der Region“, ergänzte Andes.

Im ersten Jahr ist eine Ausschreibung zum Thema „Digitale Lösungen zur Prävention und Früherkennung bei Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen“ geplant. Beide Krankheitsbilder zählen zu den größten medizinischen Herausforderungen und erfordern innovative Ansätze, die Risiken früher sichtbar machen, personalisierte Vorsorge und falls notwendig eine möglichst frühe Behandlung ermöglichen – um damit Behandlungschancen signifikant zu verbessern und gleichzeitig das Gesundheitssystem zu entlasten und nachhaltiger zu machen.