Forchheim - Auf der A73 bei Forchheim ist am frühen Donnerstagnachmittag auf Höhe der Sportinsel ein Unfall passiert. Eine 45-jährige Frau ist verstorben, ein Krisenteam war vor Ort. Rund um Forchheim ist es zu einem Verkehrschaos gekommen.
26.03.2026 16:21 Uhr

Nach einem Sturz von einer Brücke auf die Autobahn A73 bei Forchheim starb am Donnerstagvormittag eine 45-jährige Frau. Es kam zu einem Folgeunfall.

Nach ersten Erkenntnissen fiel die Frau kurz nach 10.30 Uhr von einer Brücke auf die Fahrbahn in Richtung Nürnberg der A73 bei Forchheim. Ein Pkw, der in Fahrtrichtung Nürnberg unterwegs war, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und überfuhr die auf der Fahrbahn liegende Frau. Anschließend ereignete sich noch ein Folgeunfall zwischen den nachfolgenden, stark bremsenden Fahrzeugen, teilt das Polizeipräsidium Oberfranken in einer Pressemitteilung am Donnerstagnachmittag mit.

Unfall auf der A73: Notarzt konnte nur noch den Tod der 45-Jährigen feststellen

Ein Notarzt konnte nur noch den Tod der 45-Jährigen feststellen. Die Polizei prüft einen suizidalen Hintergrund. Die Insassen der weiteren involvierten Fahrzeuge blieben unverletzt. Es entstand ein anfänglich geschätzter Sachschaden von insgesamt 15.000 Euro an drei Fahrzeugen. Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sperrten die A73 über mehrere Stunden, bis etwa 16 Uhr. Ein Kriseninterventionsteam war im Einsatz.

Beamte der Verkehrspolizei Bamberg waren mit der Unfallaufnahme betraut und wurden von der Kriminalpolizei Bamberg unterstützt. Eine Vertreterin der Staatsanwaltschaft Bamberg kam zur Unfallstelle und ordnete die Hinzuziehung eines Unfallsachverständigen an.

Die Fahrtrichtung Süd war nach Auskunft der Polizei Forchheim komplett gesperrt, der Verkehr ist über die Anschlussstelle Nord abgeleitet worden. Deshalb hat es sich auf den umliegenden Straßen zwischen Eggolsheim und Forchheim über Stunden gestaut. Autofahrer brauchten viel Geduld. Die Polizei hatte empfohlen, das Gebiet weiträumig zu umfahren.

Anmerkung der Redaktion: Generell berichten wir nicht über Selbsttötungen und Suizidversuche, außer sie erfahren durch die gegebenen Umstände besondere Aufmerksamkeit. Der Grund für unsere Zurückhaltung ist die hohe Nachahmerquote nach jeder Berichterstattung über Suizide. Wenn Sie sich selbst betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge. Unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 erhalten Sie 24 Stunden am Tag Hilfe und Beratung.

Der Artikel ist zuletzt am Donnerstag, 26. März, 16 Uhr, aktualisiert worden.


Hier geht es zu allen aktuellen Polizeimeldungen.