Würzburg - Werner Heisenbergs Entdeckungen sind so kompliziert, dass ein normaler Mensch sie kaum verstehen kann - wir versuchen es trotzdem! In Folge 2 unseres Podcasts „Die größten Franken aller Zeiten“ geht es um den genialen Physiker aus Würzburg.
25.03.2026 17:27 Uhr

Die Suche nach den „Größten Franken aller Zeiten“ geht weiter und diesmal steht ein Unterfranke im Mittelpunkt: der Physiker Werner Heisenberg. Ein geradezu mystisches Erlebnis macht aus dem 1901 in Würzburg geborenen Genie bereits im Alter von 23 Jahren einen Star seiner Disziplin. Er durchschaut bei einem Kuraufenthalt auf Helgoland die Quantenmechanik, besteigt voller Euphorie nachts einen schroffen Felsen, stürzt glücklicherweise nicht ab und begründet mit seinen Erkenntnissen eine neue Ära der Physik.

Die berühmte, nach ihm benannte Unschärferelation formuliert er 1927, den Nobelpreis bekommt er sechs Jahre später. In der zweiten Folge unseres Podcasts „Die größten Franken aller Zeiten“ tauchen wir ein in die Welt der Physik - und ein begeisterter, wenn auch leicht überforderter Redakteur versucht, in verständlichen Worten Heisenbergs Entdeckungen zu erklären und die daraus entstehenden, weitreichenden philosophischen Implikationen zu verstehen.

Wir sprechen auch über Werner Heisenbergs Rolle in der NS-Zeit

Das ist aber längst nicht alles: Wir sprechen auch über die Zeit des Nationalsozialismus’ und des Zweiten Weltkriegs. Schließlich hatte Heisenberg die Leitung des Berliner Instituts inne, an dem die Atombombe entwickelt werden sollte. Bekanntermaßen waren die US-Amerikaner schneller und Hitlers Geheimwaffe eine Chimäre. Hat Heisenberg die Entwicklung verzögert? Hatte er nicht genügend Kapazitäten? Oder war er schlicht nicht gut genug? Seine Rolle in der NS-Zeit und seine Haltung zu jüdischen Kollegen wie etwa Albert Einstein bieten auf jeden Fall Anlass zur Diskussion.

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Werner Heisenberg auf der Höhe seines Ruhms, im Alter von 28 Jahren. © IMAGO/TT

Von philosophischen Überlegungen zum Multiversum bis zur TV-Serie „Breaking Bad“, von der Physik als Kunstform bis zur Entwicklung von Halbleitern - Heisenberg hat zahlreiche Spuren in der Gegenwart hinterlassen. Ist er der größte Franke aller Zeiten? Am Ende des Podcasts steht wie immer unsere Bewertung.

So funktioniert der VNP-Podcast „Die größten Franken aller Zeiten“

Zehn Folgen, zehn große Persönlichkeiten, zehn Mal Eintauchen in Biografien, diskutieren, streiten und Spaß haben - Thomas Correll und Lukas Koschyk machen sich auf eine aberwitzige Reise durch die Geschichte Frankens und der Menschen, die sie geprägt haben. Aus zehn Kandidatinnen und Kandidaten wollen die beiden Redakteure den oder die Größte bestimmen - die drei Kategorien sind: Genialität, Einsatz und Vermächtnis. In jeder sind maximal zehn Punkte zu vergeben, dazu kommt das Ergebnis des Votings, in dem alle Leserinnen und Leser des VNP vorab selbst ihre Reihenfolge bestimmen konnten. Als Fränkin oder Franke zählt in unserer Definition, wer hier geboren ist oder entscheidend gewirkt hat. Geografische Grundlage sind die drei Bezirke Ober-, Unter- und Mittelfranken.

Eine Anmerkung noch in eigener Sache: Natürlich vergleichen wir hier Äpfel mit Birnen, dieser Irrsinn ist mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Die beiden Redakteure sind keine Wissenschaftler und tragen keine Doktortitel. Wir suchen große Namen und gute Geschichten, egal ob Mann oder Frau, alt oder jung, tot oder lebendig - und freuen uns unter podcast@vnp.de jederzeit über Rückmeldungen, egal ob positiv oder kritisch. „Die größten Franken aller Zeiten“ ist auf allen gängigen Podcast-Plattformen zu finden, viel Spaß beim Zuhören.

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Thomas Correll (li.) und Lukas Koschyk tauchen diesmal ein in die Welt der Physik: Werner Heisenberg ist der Protagonist von Folge 2 von „Die größten Franken aller Zeiten“. © Hans-Joachim Winckler