
Die Nürnberger Versicherung hat im Geschäftsjahr 2025 einen Kurswechsel geschafft und ihr prognostiziertes Ergebnis übertroffen. Nach vorläufigen Zahlen erzielte der Konzern einen Gewinn von 46,8 Millionen Euro – rund sieben Millionen Euro mehr als erwartet. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen Verlust von 77 Millionen Euro verbucht. Der Umsatz sank um 1,5 Prozent auf gut 4,4 Milliarden Euro. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung des Unternehmens hervor.
Laut Geschäftsbericht gingen die gebuchten Bruttobeiträge vor dem Hintergrund der Bestandsbereinigungen im Schaden - und Unfallsegment auf rund 3,5 Milliarden Euro (Vorjahr: rund 3,7 Milliarden Euro) zurück.
Auf das Ergebnis drücken weniger Schadensfälle aus Naturkatastrophen
Während das Ergebnis in der Lebensversicherung mit 46,4 Millionen Euro unter der Prognose blieb, übertrafen das Krankenversicherungsgeschäft mit 8,2 Millionen Euro und die Bankdienstleistungen mit 11,1 Millionen Euro die Erwartungen. Das Ergebnis im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft betrug minus 38,2 Millionen Euro (minus 157,4 Millionen Euro). Zur Verringerung des Verlustes trug auch die niedrigere Belastung aus dem Risiko Naturgefahren bei. Die Schaden-Kosten-Quote verbesserte sich von 116 auf 96 Prozent. Die Bruttorechnung schloss mit einem Gewinn von 36,9 Millionen Euro (minus 204,2 Millionen Euro) ab. Pro Aktie sollen zwei Euro Dividende gezahlt werden.
Der Vorstand der Versicherung spricht von einem „grundlegenden Turnaround“. Einen wesentlichen Beitrag zur Bilanz 2025 leistete das Effizienzprogramm „Fit für die Zukunft“. Insgesamt sollen damit künftig mehr als 85 Millionen Euro Kosten eingespart werden. Die Verwaltungskosten sanken bereits um 8,2 Prozent. Die Zahl der Beschäftigten verringerte sich um knapp zehn Prozent von 4242 auf 3829 - ausschließlich über sozialverträgliche Maßnahmen, wie das Unternehmen betont.
Nürnberger Versicherung soll von der Vienna Insurance Group übernommen werden
Aktuell wartet die Nürnberger Versicherung auf die behördliche Genehmigung der Übernahme durch die Vienna Insurance Group. Für 2026 plant das Unternehmen ein Jahresergebnis von 80 Millionen Euro, rechnet aber mit einem leichten Rückgang im Neugeschäft.

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