
Nach der sechsten Niederlage in Folge war Nürnbergs Cheftrainer noch einigermaßen optimistisch. „Wir können Basketball spielen und wir werden auch wieder Spiele gewinnen“, sagte Ralph Junge Anfang März. Geglückt ist das den Falcons seitdem nicht. Nicht gegen Tabellenführer Hagen und auch nicht gegen den Tabellenletzten Münster.
Am Samstag (19.30 Uhr/Sporteurope.tv) sind die Zweitliga-Basketballer bei den Paderborn Baskets zu Gast, folgt beim letzten Auftritt im März die neunte Niederlage in Serie, kann es im April nur noch ein Ziel geben: Klassenerhalt.
Seit dem furiosen 115:67-Sieg gegen Koblenz Ende Januar wirkt die Mannschaft oft nur noch wie eine Ansammlung von Zufallsbekanntschaften und ist von Platz 8 (der zur Teilnahme an den Playoffs berechtigt hätte) auf Platz 13 abgerutscht. Verlieren die Falcons am Samstag mit mehr als sieben Punkten Unterschied droht sogar Platz 15, die Abstiegszone wäre dann plötzlich ganz nahe.
Nürnberg Falcons: Aus den Rechenspielen um die Playoffs sind Rechenspiele zum Abstiegskampf geworden
„Ich denke, dass elf Siege für den Klassenerhalt reichen werden“, sagt Junge und bleibt zumindest nach außen weiter relativ entspannt, aber: „Das kann nicht unser Anspruch sein, dass wir nach so einer Hinrunde in der Rückrunde zittern müssen.“ Neun ihrer elf Siege haben die Falcons in der Hinrunde geholt - die meisten davon mit Julius Wolf und einem Brandton Chatfield in Höchstform. „Wir müssen uns jetzt zusammenraufen und aus dem Loch raus“, fordert der Falcons-Chef.
Noch haben Nürnbergs so ambitioniert in die Saison gestarteten Basketballer einen Puffer nach unten. Sechs Punkte beziehungsweise drei Siege beträgt der Abstand zu den Abstiegsplätzen. Gegen Tübingen, Leverkusen und Münster haben die Falcons den direkten Vergleich gewonnen, gegen Paderborn zumindest schon mal das Hinspiel, das gegen die SBB Baskets - am letzten Spieltag zu Gast in der Kia Metropol Arena - sogar deutlich.
Für den Super-GAU müsste also schon sehr viel schieflaufen aus Nürnberger Sicht. Aber wenn sich die Falcons mit einer Sache auskennen, seitdem der Klub vor zehn Jahren gegründet wurde, dann damit: dass Dinge schieflaufen können.


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