Fürth - Freude in der Urologie am Fürther Klinikum: Dank einer großzügigen Privatspende konnte die Abteilung ein modernes Lasergerät anschaffen. Es soll künftig bei gutartigen Prostatavergrößerungen sowie Harnleiter- und Nierensteinen eingesetzt werden.
24.03.2026 16:16 Uhr

Über eine großzügige Spende durfte sich die Urologie am Fürther Klinikum freuen: Das Nürnberger Ehepaar Dr. Peter Hofmann und Dr. Monika Ernst-Hofmann übergaben der medizinischen Abteilung 30.000 Euro. Davon konnte diese ein modernes Thulio-Lasergerät der Firma Dornier MedTech Europe anschaffen. Es soll künftig bei der Behandlung von Prostatavergrößerungen sowie bei Harnleiter- und Nierensteinen eingesetzt werden.

Für das Ehepaar Hofmann, das viele Jahre lang im medizinischen Bereich tätig war, hatte die Spende auch eine persönliche Bedeutung: Peter Hofmann war einst selbst Patient der Urologie am Fürther Klinikum gewesen. „Wir wollten schon länger etwas zurückgeben. Ich selbst wurde hier medizinisch hervorragend behandelt und habe mich während der gesamten Zeit sehr gut aufgehoben gefühlt – vom Ärzteteam über die Pflege bis hin zur Nachsorge“, erklärt Peter Hofmann. „Es war uns daher ein großes Anliegen, gerade diese Abteilung in ihrem klinischen Untersuchungs- und Therapiealltag mit diesem zukunftsweisenden Lasersystem maßgeblich und zum Wohle der Patientinnen und Patienten zu unterstützen“, ergänzt seine Ehefrau Monika.

Mehr Operationen möglich: Die Urologie am Fürther Klinikum freut sich über großzügige Spende

Das neue Lasergerät ist bereits das zweite dieser modernen Bauart und der dritte Thulium-Laser der Abteilung. Er wird unter anderem bei der Behandlung gutartiger Prostatavergrößerungen sowie bei der Entfernung von Harnleiter- und Nierensteinen eingesetzt. Pro Jahr führt die Klinik mehr als 600 Laserbehandlungen bei gutartigen Prostatavergrößerungen durch.

„Der Thulium-Laser gehört aktuell zu den modernsten Systemen auf dem Markt“, sagt Chefarzt Prof. Dr. Andreas Blana über das neue Gerät. „Er ermöglicht besonders präzise und schonende Eingriffe. Bei der Steintherapie können wir die Konkremente sehr fein zerstäuben, wodurch Patientinnen und Patienten vollständig steinfrei werden. Gleichzeitig verkürzen sich die Operationszeiten deutlich.“

Die Spende hat zudem unmittelbare Auswirkungen auf die Versorgungskapazitäten der Klinik, die künftig mehr Operationen zeitgleich durchführen und zusätzliche Termine anbieten kann. Das neue Gerät kam bereits wenige Tage nach seiner Lieferung zum ersten Mal zum Einsatz; auch erste Operationen wurden damit bereits durchgeführt.

Alexander Mohr, Vorstand des Klinikums Fürth, zeigte sich ebenfalls dankbar für die Unterstützung: „Kliniken stehen häufig vor großen finanziellen Herausforderungen, etwa durch begrenzte Fördermittel und steigende Kosten. Umso wertvoller sind private Spenden, die es uns ermöglichen, Innovationen schneller umzusetzen und unseren Patientinnen und Patienten modernste Medizintechnik zur Verfügung zu stellen.“