München - Behörden raus aufs Land, Geld für klamme Kommunen, Technische Hochschulen für den ländlichen Raum: Bayern investiert seit Jahren in das Ziel gleichwertiger Lebensverhältnisse. Das Land ist auf dem richtigen Weg, kommentiert Roland Englisch.
24.03.2026 15:46 Uhr

Klar lobt Heimatminister Füracker seine Arbeit und die Heimatstrategie. Klar sucht die Opposition das Haar in der Suppe. Das ist ihr Job, und selbstverständlich findet sie Kritikwürdiges. Keine Strategie ist perfekt, Optimieren geht immer, etwa, wie die Grünen zu recht monieren, bei der Infrastruktur wie ÖPNV oder medizinischer Versorgung.

Und dennoch: Der Weg der Staatsregierung ist richtig. Mit knapp 13 Milliarden unterstützt sie dieses Jahr klamme Kommunen; mehr als 80 Behörden hat sie aus den Ballungszentren umgesiedelt, manche mit ein paar Dutzend, andere mit weit mehr Arbeitsplätzen. Es sind Jobs, die sie in den Gemeinden brauchen - und die sich in digitalen Zeiten gut verlegen lassen. Mit dem Ausbau und der Neugründung technischer Hochschulen in den vergangenen Jahrzehnten kommt da einiges zusammen.

Natürlich hat sich Bayern dazu verpflichtet, genießt die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse Verfassungsrang. Doch das Land nimmt dafür tatsächlich viel Geld in die Hand und erfüllt die Idee dahinter allmählich mit Leben. Bis zum selbst gesteckten Ziel ist es allerdings noch weit. Und die Gefahr wächst, dass in Zeiten sinkender Einnahmen auch Bayerns Elan ermüden könnte.