Nürnberg - Eine Fahrkartenkontrolle im ICE endet für eine 52-Jährige in Nürnberg mit der Festnahme: Die Frau war ohne Ticket unterwegs – und wurde wegen eines offenen Haftbefehls gesucht. Sie kam noch am selben Tag in eine Justizvollzugsanstalt.
23.03.2026 16:15 Uhr

Eine ganz normale Fahrkartenkontrolle im ICE hat am Samstag in Nürnberg ungeahnte Folgen gehabt: Bei der Überprüfung einer 52-jährigen Reisenden stellte sich heraus, dass gegen sie ein offener Haftbefehl vorlag. Die Frau kam noch am selben Tag in Haft.

Wie die Bundespolizei mitteilt, war die Frau am Samstagnachmittag, 22. März, im ICE 586 von München nach Nürnberg unterwegs. Als ein Zugbegleiter sie aufforderte, ihren Fahrschein zu zeigen, konnte sie kein gültiges Ticket vorweisen. Dies wird in einer Pressemitteilung der Polizei Mittelfranken berichtet. Demnach kam es noch besser: Die Frau gab an, auch keinen Ausweis bei sich zu haben, der ihre Identität bestätigen würde. So wurde die Bundespolizei hinzugezogen.

Auf der Dienststelle zeigte sich, dass die Frau bereits gesucht wird

Zur Klärung ihrer Identität brachten die herbeigerufenen Beamten die 52-Jährige zur Dienststelle am Nürnberger Hauptbahnhof. Dort gab es eine Überraschung: Es stellte sich heraus, dass die Staatsanwaltschaft Hannover bereits nach dieser Frau suchte. Hintergrund war ein älterer Diebstahlfall, in dem sie zu einer Geldstrafe verurteilt worden war.

Da die Frau die fällige Summe nicht bezahlt hatte, war eine Freiheitsstrafe angeordnet worden. Zum Zeitpunkt der Kontrolle waren davon noch zwölf Tage offen. Einzige Möglichkeit die Haft abzuwenden, wäre die Zahlung einer Summe von 2000 Euro gewesen – doch dazu war die fahrkarten- und ausweislose Frau nicht in der Lage.

Die Bundespolizei brachte sie daraufhin noch am selben Tag in eine Justizvollzugsanstalt.


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