
Eine frohe Botschaft konnte der 1. FC Nürnberg am Samstag schon in der Halbzeitpause des Heimspiels gegen den 1. FC Kaiserslautern verkünden. Voller Stolz präsentierte Niels Rossow, Vorstand Strategie und Marketing, das 40.000 Mitglied im eingetragenen Verein, ein „Meilenstein“ in der seit einiger Zeit laufenden Kampagne, die irgendwann sogar 50.000 Menschen an den Club binden möchte.
Es sollte an diesem Samstagnachmittag nicht der einzige positive Aspekt im mit 39.849 Zuschauern gut gefüllten Max-Morlock-Stadion bleiben. Ein hochverdienter Nürnberger 3:0 (1:0)-Sieg wahrte nicht nur die kleine Serie von Miroslav Klose, der gegen seinen Herzensverein als Club-Trainer noch nie verloren hat, sondern dürfte am Valznerweiher auch alle latenten Abstiegssorgen endgültig vertrieben haben.
Denn trotz des erlösenden 3:2-Siegs in Kiel wollte Klose vor der Partie weiterhin Vorsicht walten lassen und in der Tabelle vor allem „nach unten schauen und den Abstand zu den Abstiegsplätzen weiter ausbauen“. Freilich bot sich dem Tabellenzehnten am Samstag auch die Chance, zum vier Punkte und drei Plätze besseren FCK aufzuschließen und vielleicht sogar noch einmal Rang sieben ins Visier zu nehmen.
Zwei Änderungen hatte Klose in seiner Startelf vorgenommen. Für den gelb-gesperrten Rafael Lubach rückte mit Piet Scobel wieder ein gelernter Stürmer ins Team. Kapitän Fabio Gruber hatte seine muskulären Probleme rechtzeitig auskuriert und verdrängte in der Viererkette erwartungsgemäß Tarek Buchmann.
1. FC Nürnberg feiert Traumstart gegen harmlosen 1. FC Kaiserslautern
In den Blickpunkt rückte aber nach nur zwei Minuten ein anderer Innenverteidiger: Julian Justvan zirkelte von rechts den ersten Eckball der Partie vor das Tor, wo Luka Lochoshvili sich überraschend leicht gegen Maxwell Gymafi durchsetzte und aus fünf Metern zum 1:0 einnickte. Ein Traumstart, der Kloses spielfreudige Elf sichtlich beflügelte. Defensiv stand sie sehr stabil, zwang die Gäste durch aggressives Pressing immer wieder zu Fehlern im Spielaufbau und kam so zu weiteren hochkarätigen Chancen. Nzingoula köpfte nach einem Schuss von Scobel knapp über das Tor (7.), weitere Versuche von Mohamed Ali Zoma (12.) und Nzingoula (23./22.) wurden gerade noch zur Ecke geblockt.
Erst nach knapp einer halben Stunde fanden auch die bis dahin erschreckend harmlosen Pfälzer den Weg vor das Nürnberger Tor. Mergim Berisha erzielte zunächst ein klares Abseitstor (33.) und schoss eine Minute später aus der Drehung über das Gehäuse, dann musste Henri Koudossou bei einem Lauterer Konter nach Ballverlust von Berkay Yilmaz in höchster Not gegen Naatan Skyttä retten (37.). Die folgende Hereingabe von Paul Joly lenkte Jan Reichert an die Latte, ehe Skyttä den Ball am rechten Pfosten vorbeibugsierte.
Der FCK kam auch etwas besser aus der Kabine, Semih Sahin prüfte Jan Reichert mit einem Flachschuss (47.). Danach bestimmt aber wieder der FCN das Geschehen. Hatte Justvan nach feiner Vorarbeit von Tom Baack das 2:0 noch knapp verpasst (55.), durften die Club-Fans drei Minuten später doch jubeln: Sahin hatte Zoma im Strafraum etwas zu robust attackiert, den fälligen Elfmeter verwandelte Adam Markhiev souverän. Nachdem Justvan (62.) und Zoma (78.) weitere gute Chancen ausgelassen hatten, zog der überragende Lochoshvili einfach mal aus halblinker Position im Strafraum ab und setzte mit dem 3:0 den Schlusspunkt eines ausgelassenen Fußballnachmittags. In dieser Form dürften dem Club wohl bald weitere Mitgliedsanträge ins Haus flattern.
Info
Nürnberg: Reichert; Koudossou, Gruber, Lochoshvili, Yilmaz - Markhiev - Nzingoula (66. Fernandez), Baack (89. Soldic)- Justvan (75. Becker), Zoma (89. Maboulou) - Scobel (89. Grimaldi)/ Kaiserslautern: Krahl; Sirch, Gyamfi, Kim - Joly (56. Redondo), Sahin, Kunze (56. Emreli), Haas (82. Asta) - Skyttä (72. Robinson), Ritter (56. Bassette) - Berisha / Schiedsrichter: Wagner (Glött). - Tore: 1:0 Lochoshvili (2.), 2:0 Markhiev (58., Foulelfmeter), 3:0 Lochoshvili (83.). - Zuschauer: 39.849 - Gelbe Karten: Justvan / Sirch, Ritter, Kunze.
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