
Blaulicht, Rettungsfahrzeuge und hunderte Einsatzkräfte: Am Samstag ist in Fürth eine groß angelegte Katastrophenschutzübung über die Bühne gegangen. An insgesamt rund 20 Orten in der Stadt testeten dabei verschiedene Organisationen ihre Einsatzfähigkeit im Falle eines großflächigen Stromausfalls. Mit dabei waren laut einer Mitteilung der Stadt unter anderem Polizei, Feuerwehr, THW und Rettungsdienste sowie weitere am Katastrophenschutz mitwirkende Behörden. Auch Einrichtungen der kritischen Infrastruktur waren eingebunden, etwa die Infra, die Stadtentwässerung, das Klinikum, ein Altenheim sowie Unterkünfte von Hilfsorganisationen. Insgesamt nahmen an der Übung über 500 Menschen teil.
Das simulierte Szenario für diesen Tag war ein anhaltender Stromausfall in ganz Süddeutschland. Ab 9 Uhr machten sich die Einsatzkräfte bereit, gegen 10 Uhr ging dann die fiktive Meldung des flächendeckenden Blackouts ein. In solch einem Fall würden Kommunikationswege wie Telefon, Internet und Mobilfunk zusammenbrechen. Auch die Trinkwasserversorgung, medizinische Betreuungsmöglichkeiten, der Verkehr sowie die Versorgung mit Lebensmitteln wären stark eingeschränkt oder gar nicht mehr gegeben. Feuerwehr, Polizei und Co. müssen dann auf andere Kommunikationswege zurückgreifen, um alltägliche Einsätze wie Brände oder Unfälle trotzdem professionell abarbeiten zu können. In der Hermann-Löns-Straße wurden dafür etwa ein Feuer sowie ein Verkehrsunfall simuliert.
Die Bilder von der Katastrophenschutzübung am Samstag:
Teil der Übung war die Zusammenarbeit zwischen den Krisenstäben in den beteiligten Einrichtungen, der Führungsgruppe Katastrophenschutz und den örtlichen Einsatzleitungen während einer solchen Lage. Auch Notfallpläne wurden auf den Prüfstand gestellt. Im Falle eines Krisenszenarios werden im Stadtgebiet zudem 13 sogenannte Leuchttürme aktiviert, die als zentrale Anlaufstellen für Notrufe oder medizinische Hilfe dienen und an denen Informationen für die Bevölkerung bereitgestellt werden. Auch deren Funktionsfähigkeit wurde im Rahmen der Übung überprüft. Die „Leuchttürme“ sind laut Stadt mit Bannern gekennzeichnet, fußläufig erreichbar und auch bei Dunkelheit leicht erkennbar.
Sollte ein großflächiger Stromausfall tatsächlich eintreten, ist aber auch die Bevölkerung gefragt. „Wir werden nicht 130.000 Einwohner versorgen können“, sagte Christian Gußner, Leiter des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz, gegenüber der Agentur News5. „Da ist jeder einzelne gefragt.“ Es gebe vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe Vorgaben, etwa, welche Lebensmittel man für den Ernstfall auf Vorrat haben sollte.

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