
Was bei den Nürnberger Nachrichten und auf NN.de im November 2024 begonnen hat, findet jetzt am 23. März seinen Auftritt zur Primetime um 20.15 Uhr im Fernsehen auf ProSieben: Die beiden Journalistinnen Nina Kammleiter und Nina Eichenmüller vom Verlag Nürnberger Presse haben mit ihrer Recherche die Machenschaften des gewalttätigen „Coaches“ Markus Streinz aufgedeckt, der mit Manipulation, Machtmissbrauch und Gewalt - darunter Würgen bis zur Bewusstlosigkeit - polarisiert.
Eine Betroffene aus der Region hatte sich voller Sorge um ein Familienmitglied an unser Medienhaus gewandt. Es ging um Vorwürfe der Abzocke, Abkapselung von Familie und Freunden sowie Hassnachrichten. Coaching verspricht den Kundinnen und Kunden, diese im Leben voranzubringen - bei Markus Streinz und dessen Liberator Academy endeten jedoch zahlreiche Teilnehmende in einer Abwärtsspirale aus Leid und Wut.
Markus Streinz wollte sich auf mehrfache Nachfrage unserer Redaktion nicht zu den Vorwürfen äußern. In einem Video auf seinem Youtube-Kanal spricht er von Missverständnissen und fehlendem „Bewusstsein“ für seine Methoden.
Rund 40.000 Coaches in Deutschland: Bei manchen kann es lebensbedrohlich werden
Nach dem erfolgreichen Podcast „Prügel fürs Karma - Die Abgründe der Coaching-Szene“ der beiden Journalistinnen und zahlreicher Berichterstattung im Heimatland des Coaches, in Österreich, hat jetzt auch der deutsche Journalist Thilo Mischke gemeinsam mit seinem Team für ProSieben zu der sektenartigen Gruppierung recherchiert.
Entstanden ist eine Dokumentation, in der Thilo Mischke der Frage nachgeht, wo unseriöses Coaching anfängt und wann es für Teilnehmende sogar lebensgefährlich werden kann. Die Szene boomt, gerade durch soziale Medien gelangen Menschen auf der Suche nach Halt und Orientierung schnell an spirituelle Wegweiser: Geschätzt 40.000 Coaches tummeln sich auf dem Markt, bieten ihre Leistungen zum horrenden Stundensatz von 130 bis 300 Euro an und das häufig ohne zertifizierte Zusatzausbildung, heißt es in der Beschreibung der Dokumentation.
Für den Film war auch die Expertise von Eichenmüller und Kammleiter gefragt, die sich mit Mischke über den Fall Markus Streinz ausgetauscht haben. Ausschnitte von den Dreharbeiten im Verlag Nürnberger Presse sind am Montag, 23. März, bei ProSieben zu sehen. Begleitend dazu sprechen die beiden NN-Reporterinnen in dem Podcast „Alles muss raus“ von Thilo Mischke über ihre Erkenntnisse in der Recherche, worin sie die Gefahr bei Markus Streinz sehen und was das Ganze über unsere Gesellschaft aussagt - zu hören überall, wo es Podcasts gibt.



Keine Kommentare