Unterleinleiter - Der Gemeinderat von Unterleinleiter hat umfassende Vorsorgemaßnahmen gegen Stromausfall im Umfang von 80.000 Euro beschlossen. Warum der Haushaltsplan für dieses Jahr nicht genehmigt werden muss.
16.03.2026 10:21 Uhr

Die Gemeinde Unterleinleiter kann ihren Haushalt 2026 ohne behördliche Genehmigung umsetzen. Der Gemeinderat behandelte den Haushaltsentwurf von Kämmerer Wolfgang Krippel. Bürgermeister Alwin Gebhardt dankte der Wählerschaft für seine Wiederwahl. Der Verwaltungshaushalt umfasst 3372 Millionen Euro (+375.000 Euro). Im Vermögenshaushalt stehen 2,6 Millionen Euro mit 1,2 Millionen Euro Mehrausgaben an. Die allgemeine Rücklage beträgt Ende 2025 insgesamt 620.000 Euro. Der Schuldenstand liegt bei 87.000 Euro.

Die Hebesätze bleiben unverändert: Grundsteuer A bei 210 Prozent, Grundsteuer B bei 180 Prozent und Gewerbesteuer bei 380 Prozent. Bei den Ausgaben entfallen 805.000 Euro auf die Kreisumlage (+163.000 Euro). Die VG-Umlage beträgt 288.000 Euro, die Schulverbandsumlage 127.000 Euro (+45.000 Euro). Die Personalkosten belaufen sich auf 366.000 Euro. Im Vermögenshaushalt stellen 906.000 Euro Zuwendung für den Breitbandausbau den größten Einnahmeposten dar. Weitere 867.000 Euro kommen für die Erweiterung der Ebser Kläranlage hinzu.

Haushalt 2026 sieht vollständige Entschuldung bis 2030 vor

Der Schuldenstand soll Ende 2026 bei 54.600 Euro liegen - 44,47 Euro pro Kopf für die 1230 Einwohner. Krippel prognostiziert eine komplette Entschuldung bis 2030. Vor dem Haushaltsbeschluss im April sind noch zwei Anträge zu klären: Die Katholische Kirchenstiftung beantragte einen Zuschuss für die Glockenturm- und Fassadensanierung (227.000 Euro). Der Ladarer Dorfladen bat um finanzielle Unterstützung.

Der Gemeinderat beschloss einstimmig die Anschaffung von Notstromaggregaten im Gesamtwert von 80.000 Euro. Vorgesehen sind Aggregate für die Wasserversorgung (30.000 Euro) sowie für die Feuerwehrhäuser (jeweils 20.000 Euro). Bauhofleiter Kurt Müller kritisierte den Winterdienst. Alle Gehsteige müssen von Hand geräumt werden, was nach starkem Schneefall nicht zu schaffen sei. Thomas Amon berichtete über einen enttäuschenden Ortstermin im Baugebiet Steigig/Glasenleite-Störnhofer Berg. Aufklärungen zu Mehrkosten und ein Zeitplan für 2026 stehen noch aus.