Forchheim - Kurz vor den Stichwahlen in Stadt und Landkreis meldet sich nun auch die FDP Forchheim zu Wort. Nach internen Beratungen trifft die Partei eine klare Entscheidung – und begründet diese mit deutlichen Worten.
14.03.2026 17:33 Uhr

Eine Woche vor der Stichwahl hat sich die Forchheimer FDP beraten und spricht nun - wie bereits Grüne, Freie Wähler und der parteiunabhängige Viktor Naumann- ihre klare Wahlempfehlung für die anstehenden Stichwahlen am Sonntag, 22. März, aus. Um den Landratsposten ringen Oliver Flake (CSU) und Hanngörg Zimmermann (FW), um den OB-Posten Amtsinhaber Uwe Kirschstein (SPD) und Martina Hebendanz (CSU).

FDP-Kreisvorsitzender Tobias Lukoschek und der Ortsvorsitzende sowie unterlegene OB-Kandidat Tino Reichardt informieren in einer Pressemitteilung, dass sich die FDP Forchheim in den Stichwahlen für die Unterstützung der jeweiligen CSU-Kandidaten ausspreche.

Dazu erklärt Lukoschek, man habe die Entscheidung nach klarer politischer Abwägung getroffen. „Für uns ist entscheidend, welche Kandidaten für wirtschaftliche Vernunft, solide Finanzen und eine bürgerliche Politik stehen.“

Für die Stadt Forchheim sei aus Sicht der FDP ein politischer Kurswechsel dringend notwendig. Die finanzielle Lage der Stadt sei angespannt, die Haushaltspolitik der vergangenen Jahre habe Forchheim in eine schwierige Situation geführt: „Die Stadt steht vor einem großen Scherbenhaufen. Statt weiterzuwursteln, braucht Forchheim jetzt einen klaren Neuanfang.“ Man sei seitens der Forchheimer FDP überzeugt, dass Hebendanz eher für diesen notwendigen Kurs der Vernunft, der Ordnung und der finanziellen Solidität stehe.

Zugleich bewertet die FDP die bisherige Entwicklung in der Stadt kritisch und überträgt der SPD eine zentrale Verantwortung dafür, dass Forchheim heute vor erheblichen finanziellen Problemen steht. Jahrelang seien falsche Prioritäten gesetzt worden, heißt es weiter in der Pressemitteilung.

FDP Forchheim möchte einen „Linksruck“ verhindern und spricht sich für die CSU aus

Auch auf Landkreisebene sieht die FDP klare Unterschiede. Der FW-Kandidat Hanngörg Zimmermann werde bereits offen von SPD und Grünen unterstützt. Für die FDP ist das ein deutliches, politisches Signal: „Im Landkreis zeigt sich immer klarer, dass sich hinter Herrn Zimmermann ein Bündnis formiert, das von SPD und Grünen getragen wird. Das ist nicht die Richtung, die wir als Freie Demokraten für richtig halten. Wir wollen das bürgerliche Lager stärken und einen Linksruck im Landkreis verhindern.“

Inhaltlich verweist die FDP insbesondere auf das Thema Mobilität. Gerade im Landkreis brauche pragmatische Lösungen, die zur Lebenswirklichkeit der Menschen passen. In den Gesprächen sei für die FDP deutlich geworden, dass mit Oliver Flake und der CSU hier die größere inhaltliche Nähe bestehe.

FDP Forchheim formuliert klare Erwartungshaltung

Die FDP Forchheim betont weiter, dass ihre Unterstützung mit klaren Erwartungen verbunden ist: „Unsere Unterstützung ist kein Blankoscheck. Wir erwarten eine Politik der Vernunft, solide Finanzen, einen realistischen Blick auf die Bedürfnisse der Menschen und eine verlässliche Zusammenarbeit.“