Erlangen/Landkreis Erlangen-Höchstadt - Die Lage im Iran spitzt sich immer mehr zu. Das treibt auch in Erlangen lebende Iranerinnen und Iraner auf die Straße. Am Freitag, 13. März, rufen sie zu einer Solidaritätskundgebung auf dem Schlossplatz auf - mit Innenminister Joachim Herrmann.
12.03.2026 14:14 Uhr

Die dramatische Lage in ihrer Heimat treibt auch hierzulande Iranerinnen und Iraner auf die Straße: So ruft eine Gruppe von Studentinnen und Studenten am Freitag, 13. März, ab 16 Uhr, zu einer Solidaritätsveranstaltung auf dem Schlossplatz auf. Auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat sein Kommen angekündigt, berichtet Aktivistin Saba dieser Redaktion.

„Wir möchten auf die Situation im Iran aufmerksam machen“, sagt die Studentin weiter. Viele Menschen im Land suchten, wie sie erzählt, angesichts der chaotischen Situation nach alternativen Führungspersönlichkeiten und setzten dabei auf Reza Pahlavi als mögliche Übergangsfigur. Zudem fordert Saba mitsamt ihrer Gruppe, diplomatische Vertretungen der Islamischen Republik im Ausland auszuweisen, um internationalen Druck zu erhöhen.

Schon große Resonanz bei Erlanger Demo für Iran im Januar

Nach Angaben der Erlanger Aktivistinnen und Aktivisten unterdrückt die iranische Führung nicht nur kritische Stimmen im Land, sondern versucht auch, oppositionelle Stimmen im Ausland mundtot zu machen. Im aktuellen Konflikt würden Kliniken und Schulen als Lager- und Schutzräume zweckentfremdet, gleichzeitig werde das Internet abgeschaltet.

Die Bevölkerung werde schutzlos zurückgelassen und als menschlicher Schutzschild missbraucht, erzählt Saba. „Wir wollen mit der Kundgebung die internationale Gemeinschaft aufrütteln“, sagt sie, „und hoffen, dass die Erlangerinnen und Erlanger mit uns Solidarität zeigen“.

Bereits vor rund zwei Monaten, am Freitag, 16. Januar, hatten die Studierenden eine Demo für ihre Heimat auf dem Schlossplatz organisiert - und waren damit auf große Resonanz gestoßen.