Fürth - Ende März schließt Möbel Flamme in Fürth für immer. Der Verein Soziokultur hat ein Auge auf die Immobilie geworfen und in einem Offenen Brief Ideen für eine neue Nutzung geäußert. Sie werden auch heute um 17 Uhr im Zukunftssalon Thema sein.
12.03.2026 11:00 Uhr

Zu Gast beim „Stadtgespräch“ im Zukunftssalon am Grünen Markt ist an diesem Donnerstag, 12. März, um 17 Uhr Florian Lippmann, der seit Jahren für eine lebendige und junge Soziokultur in Fürth kämpft und agiert. Zuerst setzte er sich mit vielen Mitstreiterinnen und Mitstreitern bei der Initiatitive Protestgarten für ein soziokulturelles Jugendzentrum ein, dann engagierte er sich beim neuen Verein Soziokultur Fürth sowie vielen Veranstaltungen und in den vergangenen Jahren bei der Kofferfabrik.

Was ihn antreibt, welche Ziele er hat und wie er seine Stadt Fürth sieht, erzählt er bei der Veranstaltung. Auch die neuen Pläne für das ehemalige Möbelhaus Flamme sind Thema. Denn: Der Verein Soziokultur, der seit langem nach einem passenden Standort für soziokulturelle Angebote sucht, hat in einem Offenen Brief an die Stadtverwaltung und die politischen Parteien angeregt, zu prüfen, ob das frei werdende Möbelhaus Flamme auf der Hardhöhe für eine soziale und kulturelle Nutzung infrage kommt. Das alteingesessene Möbelhaus schließt, wie berichtet, zum 31. März. Die Kette hatte zuletzt bekanntgegegeben, dass sie auch ihre weiteren Filialen in Deutschland aufgibt.

Schließung von Möbel Flamme: Soziokultur Fürth regt Prüfung für kulturelle oder soziale Nutzung an

„Mit der angekündigten Schließung des Möbelhauses Flamme auf der Hardhöhe wird in absehbarer Zeit ein großflächiges Gebäude frei, das aufgrund seiner Lage, Größe und Struktur ein erhebliches stadtentwicklungspolitisches Potenzial birgt“, heißt es in dem Offenen Brief. Die Immobilie, eine ehemalige Flugmotorenfabrik, besitze historische Relevanz und präge den Standort seit Jahrzehnten. „Wir möchten ausdrücklich anregen, dass die Stadt Fürth eine ergebnisoffene öffentlich kommunizierte Prüfung kultureller, sozialer und gemeinwohlorientierter Nutzungen - auch in Form einer Teil- oder Zwischennutzung - in Auftrag gibt, bevor anderweiteige irreversible Entscheidungen über die Zukunft des Standorts getroffen werden.“

Der Standort könnte sich unter anderem für Ateliers und Musikprobenräume, für Veranstaltungen und Quartiersarbeit eignen. Solche Nutzungen würden einen Mehrwert für die Hardhöhe schaffen.