
Die Stadt Herzogenaurach trat dem Notfallverbund der Archive im Großraum Nürnberg bei. Die Aufnahme wurde durch Unterschriften des Vorsitzenden Daniel Burger vom Staatsarchiv Nürnberg, des ersten Bürgermeisters German Hacker und des Leiters des Archivs der Stadt Herzogenaurach, Christian Hoyer, vollzogen. Der Notfallverbund gründete sich 2016 zunächst mit drei Archiven: dem Staatsarchiv Nürnberg, dem Landeskirchlichen Archiv der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und dem Stadtarchiv Nürnberg.
Mittlerweile gehören weitere Archive dazu – wie das Archiv der Friedrich-Alexander-Universität, das Historische Archiv, das Deutsche Kunstarchiv und die Grafische Sammlung des Germanischen Nationalmuseums sowie Unternehmensarchive und Kommunalarchive. Neben den Städten Nürnberg, Fürth, Erlangen, Schwabach und Lauf ist nun auch Herzogenaurach Mitglied. Das Netzwerk verfolgt das Ziel, gemeinsam für den Schutz des in den Archiven verwahrten Kulturgutes zu sorgen und sich in Katastrophenfällen gegenseitig zu unterstützen.
20 Vertreter der Verbundmitglieder diskutieren in Herzogenaurach über Notfallpläne gegen Hochwasser und Feuer
Hochwasser, Feuer, technische Defekte, äußere Gewalteinwirkung und andere unvorhersehbare Ereignisse lassen sich durch die Zusammenarbeit bekämpfen. Im Rahmen der Bestandserhaltung kommt der Notfallprävention eine zentrale Bedeutung zu. Das Netzwerk bietet seinen Mitgliedern einen Informationsaustausch zu vorbeugenden baulichen, konservatorischen und organisatorischen Maßnahmen zum dauerhaften Erhalt des Archivguts.
Nach der Aufnahme Herzogenaurachs fand eine Fachtagung statt. 20 Vertreter der Verbundmitglieder tauschten sich über Notfallpläne, Notfall-Boxen und die Zusammenarbeit mit den Feuerwehren aus. Die Tagung fand im Sitzungssaal des Rathauses der Stadt Herzogenaurach statt. Zum Abschluss des Treffens führte Hoyer die Gäste durch Museum und Archiv der Stadt Herzogenaurach. Neben einem Einblick in die Stadtgeschichte standen die örtlichen Gegebenheiten, die Spezifika der Räumlichkeiten und die damit verbundene Notfallprävention im Mittelpunkt.
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