Gunzenhausen/Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen (West) - Wer kann jubeln, wer muss eine Niederlage wegstecken? Wir haben Ergebnisse und Reaktionen vom Wahlabend aus Gunzenhausen und aus den umliegenden Kommunen in Altmühlfranken zusammengetragen, in denen eine Bürgermeisterwahl stattfand.
09.03.2026 15:01 Uhr

Es war eine Wahlnacht, die vielen in Erinnerung bleiben dürfte. Wir haben die wichtigsten Ergebnisse hier zusammengetragen. Wer ist Sieger, wer hat verloren? Hier ein Überblick von den Ergebnissen rund um Gunzenhausen im Fränkischen Seenland.

In Gunzenhausen kommt es erwartungsgemäß zur Stichwahl. Dass neben Matthias Hörr (CSU) aber Hans-Jürgen Auinger (Freie Wähler) in die Stichwahl einziehen wird, kommt dennoch etwas überraschend.

In Absberg lief der Abend wie erwartet. Da nur Helmut Schmaußer wieder seinen Hut in den Ring warf, war die Bürgermeisterwahl weniger spannend. nun ist auch klar, wer im Gemeinderat sitzt.

Auch in Dittenheim war die Bürgermeisterwahl nicht ganz so spannend. Gegen Amtsinhaber Günter Ströbel trat kein Gegenkandidat an. Nun ist auch klar, wer für Sammenheim, Windsfeld und Dittenheim im Gemeinderat sitzt.

Wenn man so will, ist er der Sieger des Abends: Jürgen Pawlicki erhielt in Gnotzheim 97,1 Prozent der Stimmen. Ein Ergebnis, das man sonst nur aus wenig demokratischen Ländern kennt. Hier trat nur eine Liste beim Gemeinderat an.

Auch in Haundorf war das Ergebnis mehr als eindeutig: Christian Beierlein konnte sich mit 90,8 Prozent bei seiner Wiederwahl über einen Vertrauensbeweis seiner Bürger freuen.

In Heidenheim hatten die Bürger die Wahl zwischen einer Kandidatin und einem Kandidaten für den Bürgermeisterposten. Letztlich war der Sieg von Karl Schirmer eindeutig. Im Gemeinderat gibt es künftig eine bunte Mischung, fünf Listen sind hier vertreten.

In Markt Berolzheim trat der bisherige Bürgermeister Fritz Hörner nicht mehr an. Die Nachfolge ist gesichert: Mit Ursula Waschkuhn-Hofmann amtiert hier demnächst zum ersten Mal eine Frau als Bürgermeisterin. Im Gemeinderat sind zudem noch mehrere Gemeinderätinnen dabei. Andere Gemeinden sind hier deutlich männerlastiger.

Wilfried Cramer war der Bürgermeister in Meinheim, und er bleibt es auch. 83,75 Prozent der Bürger votierten für ihn. Jetzt ist auch klar, wer für das „Golddorf“ die Entscheidungen im Gemeinderat trifft.

Marco Kleemann in Pfofeld hat sich um eine Position verbessert. Bisher war er der 2. Bürgermeister der Gemeinde. Nun übernimmt er den frei gewordenen Chefsessel im Rathaus und ist der neue 1. Bürgermeister.

Polsingen war am Sonntag am schnellsten. Hier wurde mit Gerhard Amslinger der erste neue Bürgermeister der Region gewählt. Auch beim Auszählen des Gemeinderats war man hier am schnellsten.

In Theilenhofen wollten zwei Männer Bürgermeister werden. Mit 53,1 Prozent der Stimmen konnte sich Dominic Meyer knapp durchsetzen. Im Gemeinderat ist auch klar, wie viele Räte aus Theilenhofen, Dornhausen, Wachstein oder Gundelsheim kommen.

Ganz am westlichen Rand des Landkreises bleibt in Westheim alles beim Alten. Herbert Weigel zieht erneut ins Rathaus ein und führt als Bürgermeister die Geschicke des Dorfs. Die Sitzverteilung im Gemeinderat ist nun auch klar.

Drei Kandidaten wollten es in Arberg wissen, zwei treten nun in der Stichwahl erneut gegeneinander an. Dabei war die Entscheidung ziemlich knapp.

Auch der Dichterstadt Wolframs-Eschenbach wurde das Ergebnis der Bürgermeisterwahl erst spät bekannt. Michael Dörr bleibt Bürgermeister. Die Sitze im Gemeinderat wurden auch neu vergeben.

In Merkendorf gab es einen Dreikampf. Die Wählerinnen und Wähler haben sich aber klar entschieden. Stefan Bach bekam 62,8 Prozent der Stimmen, eine Stichwahl ist daher nicht nötig. Die 16 Stadtratsposten verteilen sich auf drei Fraktionen.

In Mitteleschenbach bleibt Bürgermeister Stefan Bußinger (SPD/UW) im Amt, er holte 58,69 Prozent der Stimmen. Die Sitzverteilung im Stadtrat bleibt weiterhin ausgewogen.

In der kleinsten Stadt Mittelfrankens, Ornbau, bahnte sich keine Sensation an. Bürgermeister Marco Meier bekam über 91 Prozent. Überraschend konnte Meier aber auch bei der Landratswahl im Landkreis Ansbach einen Riesenerfolg landen und bekam die meisten Stimmen. Bei der Landratswahl kommt es daher zu einer Stichwahl.

In Unterschwaningen hatte es im Vorfeld der Wahl einige Turbulenzen gegeben. Am Ende bleibt im Rathaus alles gleich: Markus Bauer leitet auch weiterhin als Bürgermeister das Rathaus.

In Wassertrüdingen gab es eine Überraschung. Der amtierende Bürgermeister schaffte es nicht einmal in die Stichwahl. Wer künftig der Bürgermeister der Wörnitzstadt sein wird, entscheidet sich zwischen Jörg Edelmann und Jochen Reuter.

Nach 31 Jahren trat Udo Weingart nicht mehr zur Wahl des Bürgermeisters in Spalt an. Mit 61,6 Prozent setzte sich hier Thomas Peitz durch. Der Stadtrat ist mit 7 Fraktionen und Gruppierungen sehr bunt gemischt.

In Muhr am See stand keine Wahl an: Da diese vorgezogen worden war, amtiert hier Stephan Hoyer bereits seit vergangenem Herbst als neuer Bürgermeister. Der Gemeinderat ist hier nun so gleichmäßig verteilt zwischen den Geschlechtern, wie es nur geht.