
Der Erlanger Chemiker Peter Wasserscheid wird mit dem Archimedes Science Award 2026 ausgezeichnet. Der Professor der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) gilt als Pionier auf dem Gebiet der chemischen Wasserstoffspeicherung, die den Energieträger sicher und kostengünstiger für Industrie und Verkehr nutzbar machen soll.
Wasserscheid ist Inhaber des Lehrstuhls für Chemische Reaktionstechnik an der FAU und Direktor des Helmholtz-Instituts Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien. „Der Preis ist eine großartige Auszeichnung, über die ich mich sehr freue. Mein Dank geht an alle, die in den vergangenen 20 Jahren mit mir neue Technologien für nachhaltige Wasserstofflösungen entwickelt haben“, so Wasserscheid.
Der Archimedes Science Award ist mit 50.000 Euro dotiert und wird von der Technischen Universität Dresden, der Dresden-concept Science and Innovation Allianz und dem Freistaat Sachsen vergeben. Die Preisverleihung findet am 9. September im Rahmen der Konferenz „Building Bridges“ in Dresden statt.
FAU-Präsident Joachim Hornegger schließt sich der Würdigung der Jury an: „Professor Wasserscheid ist ein prägender Vordenker, ein leidenschaftlicher Innovator und nicht zuletzt ein mutiger Gründer auf dem Gebiet der chemischen Wasserstoffspeicherung.“ Er verbinde „exzellente Grundlagenforschung mit konkreter Anwendung und endet nicht im Labor. Mit Weitblick und unternehmerischem Tatendrang schafft er den Brückenschlag zwischen Theorie und Praxis.“
Mitbegründer des Wasserstoff-Pioniers Hydrogenious
Peter Wasserscheid ist Mitgründer des Erlanger Unternehmens Hydrogenious LOHC Technologies, das auf flüssige organische Wasserstoffträger setzt, um den Transport und die Speicherung von Wasserstoff zu vereinfachen. Zuletzt mussten hier 50 von 120 Mitarbeitern gekündigt werden. Der Wasserstoffmarkt habe nach wie vor mit massiven Verzögerungen bei der Umsetzung von notwendigen regulatorischen Rahmenbedingungen, einem schleppenden Aufbau des Marktes und einer symptomatischen Absage beziehungsweise Verschiebung von Schlüsselprojekten zu kämpfen, so ein Unternehmenssprecher im Februar.


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