
Aus Anlass des Nationalen Gedenktags für die Opfer terroristischer Gewalt hat Bayerns Ministerpräsident die Trauerbeflaggung aller staatlichen Dienstgebäude in Bayern für Mittwoch, den 11. März 2026, angeordnet.
Das Bundeskabinett hatte am 16. Februar 2022 beschlossen, ab dem Jahre 2022 jährlich am 11. März diesen Gedenktag zu begehen. Er knüpft auf nationaler Ebene an den Europäischen Gedenktag für die Opfer des Terrorismus an, der nach den Bombenanschlägen in Madrid vom 11. März 2004 ins Leben gerufen worden war.
Auch in Nürnberg soll Trauerbeflaggung hängen
Bei der bis dahin schlimmsten Anschlagsserie in Spanien kamen 191 Menschen ums Leben, rund 1800 wurden verletzt. Fast zeitgleich hatten die Attentäter im morgendlichen Berufsverkehr zehn Bomben in voll besetzten Pendlerzügen gezündet. In vier Zügen explodierten die Sprengsätze, einer davon auf dem Bahnhof Atocha, der wichtigsten Station Madrids. Die Ermittlungen ergaben, dass Islamisten für die Taten verantwortlich waren. Weitere geplante Anschläge konnten in den Wochen darauf verhindert werden. Die Explosionen von Madrid gelten als Beginn einer Reihe islamistischer Terroranschläge in Europa - unter anderem Paris, London und Berlin.
Die Trauerbeflaggung soll der Opfer gedenken und ein klares Signal gegen Extremismus sein. So wurden auch die Gemeinden, Landkreise und Bezirke sowie die übrigen Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts in Mittelfranken gebeten, in gleicher Weise zu verfahren.
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