
So einfach geben sie nicht auf: Unter dem Motto „Ihr habt uns sitzen lassen! Bildungsbunker machen krank!“ versammeln sich am Donnerstag, 12. März, rund 20 Schüler und Schülerinnen vor dem bayerischen Kultusministerium in München zu einer symbolischen Protestaktion. Sie planen, in einem inszenierten Klassenzimmer auf Schulstühlen festgebunden zu sitzen. Diese Installation soll nach eigenen Angaben sinnbildlich für die anhaltende psychische Belastung vieler Schüler und Schülerinnen stehen, die unangekündigte Leistungsnachweise bewirken würden.
Hintergrund der Aktion ist die Ablehnung der Petition „Schluss mit Abfragen und Exen“ durch den bayerischen Bildungsausschuss im Juli 2025. Die Petition wurde von 57.000 Menschen unterzeichnet. In der Pressemitteilung schreibt die Initiatorin der Petition, die Münchner Schülerin Amelie N.: „Aus der Petition ist eine richtige Schüler*innenbewegung entstanden. Abfragen und Exen sind ein Symptom für ein veraltetes System, das auf Angst und Kontrolle setzt.“

1 Kommentar
Samoth
Es gibt Schüler, die aus Langeweile lernen. Es gibt Schüler, die aus Interesse lernen und es gibt Schüler, die wegen des Drucks einen drohenden Abfrage oder Ex lernen. Am Ende ist es völlig egal, aus welchem Grund sie lernen, Hauptsache, sie tun es. Denn wer es nicht tut, der fällt früher oder später durchs Raster. Der Stress in der Schule entsteht nicht durch die unangekündigten Test, sondern durch die Angekündigten. Wer in der "heißen Phase" jede Woche 2 bis 3 angekündigte Tests schreibt, der betreibt Lernbulemie, weil man den Stoff von 8 Stunden reinpaukt, statt nur die letzte Stunde zu wiederholen. Schüler der Kategorie 1 und 2 haben mit unangekündigten Leistungsnachweisen kein Problem, weil sie immer vorbereitet sind. Und für die Schüler der Kategorie 3, und das ist vermutlich die größte Gruppe, sind sie existentiell. Denn wer die Vokabeln nicht lernt, wer im Unterricht eher konsumiert als aktiv teilnimmt, für den braucht es eben die unangekündigten Tests. Wir waren nicht besser
04.03.2026 17:03 Uhr