München - Der Bildungsausschuss hat die Petition der Münchnerin Amelie N. im vergangenen Jahr abgelehnt, doch Schülerinnen und Schüler halten an ihrer Forderung fest, Exen abzuschaffen. Sie planen eine Protestaktion.
04.03.2026 15:33 Uhr

So einfach geben sie nicht auf: Unter dem Motto „Ihr habt uns sitzen lassen! Bildungsbunker machen krank!“ versammeln sich am Donnerstag, 12. März, rund 20 Schüler und Schülerinnen vor dem bayerischen Kultusministerium in München zu einer symbolischen Protestaktion. Sie planen, in einem inszenierten Klassenzimmer auf Schulstühlen festgebunden zu sitzen. Diese Installation soll nach eigenen Angaben sinnbildlich für die anhaltende psychische Belastung vieler Schüler und Schülerinnen stehen, die unangekündigte Leistungsnachweise bewirken würden.

Hintergrund der Aktion ist die Ablehnung der Petition „Schluss mit Abfragen und Exen“ durch den bayerischen Bildungsausschuss im Juli 2025. Die Petition wurde von 57.000 Menschen unterzeichnet. In der Pressemitteilung schreibt die Initiatorin der Petition, die Münchner Schülerin Amelie N.: „Aus der Petition ist eine richtige Schüler*innenbewegung entstanden. Abfragen und Exen sind ein Symptom für ein veraltetes System, das auf Angst und Kontrolle setzt.“